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Kunstmuseum Luzern | Thomas Schütte

Eine Ausstellung voller spannender Perspektiven und Details. Besonders das Betreten eines 1:1 Modelles ist ein seltenes und spezielles Erlebnis – sehr empfehlenswert!

Archetypische Bauten
Neben seinem international bekannten skulpturalen Werk setzt sich Thomas Schütte (*1954) seit über dreissig Jahren mit dem Bauen im öffentlichen Raum auseinander. Vorherrschende Moden in der Architektur bezüglich Formensprache und Materialien greift der Künstler in seinen kleinteiligen und detailliert ausgearbeiteten Modellen kritisch auf. Er arbeitet sich an Archetypen öffentlicher Gebäude ab oder entwickelt raffinierte Behausungen für den einzelnen Menschen. Seine Modelle sind ein bitterer Kommentar auf unsere Zeit, künstlerisch wie politisch brisant. Indem er seine Modelle auf Sockel gesetzt zu Monumenten erhebt oder im Massstab 1:1 im Ausstellungsraum fürs Publikum begehbar macht, verschiebt Thomas Schütte die Wahrnehmung.

Architektur als Metapher
Ob der Künstler uns in ein Ferienhaus entführt oder seinen Entwurf für eine Skulpturenhalle präsentiert, in der dereinst sein eigenes Werk versammelt sein soll – immer sind Thomas Schüttes Architekturen Metaphern für seine Sicht der Welt. Das Museum als Krematorium, Modernismus als Spielform des Terrorismus, der Tempel für Einzelpersonen als Rückzugsort und Gefängnis in einem. Dank des Engagements von Sammlern konnten einige seiner Modelle in den vergangenen Jahren in voller Grösse gebaut werden. Die Ausstellung setzt sich daher auch mit der Massstäblichkeit von Entwurf und Umsetzung auseinander und fragt dabei stets nach dem Menschen, für den solche Bauten konzipiert sind.

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