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Kulturschaffen | Re:Public Domain

70 Jahre nach dem Tod eines Urhebers werden dessen Werke gemeinfrei. Öffentliches geistiges Eigentum gehört dann dem Bürger und überhaupt jedem Einzelnen. Diesen Umstand macht sich «Re:Public Domain» zu Nutze. Aus alten Kunstwerken entsteht Neues.

Siebzig Jahre – die Welt gehört dir!
Die Malereien von Paul Klee, Bücher von James Joyce, Stefan Zweig, Robert Musil, unzählige Songs und Filme, das fotografische Werk von Annemarie Schwarzenbach oder Arnold Genthe – sie alle haben eine Gemeinsamkeit: sie sind urheberrechtlich frei zugänglich. Handelt es sich doch um Kulturschaffende, die seit mehr als 70 Jahren tot sind. Ihre Werke sind deshalb Gemeingut, und sie sind nur eine kleine Auswahl aus vielen weiteren Werken unzähliger Künstlerinnen und Künstler. Was aber tun mit all dem geistigen Eigentum?

Radikale Neuinterpretationen
Der Verein «Dock18 – Institut für Medienkulturen der Welt» beschäftigt sich seit 2009 mit der radikalen Aneignung der Vergangenheit durch Neuinterpratationen. Verwertet werden grundsätzlich alle verfügbaren Werke, deren Autorinnen seit mindestens 70 Jahren tot sind. Zusammen mit Künstlerinnen und zeitgenössischen Autorinnen gestaltet der Verein neue Zugänge zum geistigen öffentlichem Eigentum. Neben der Ausstellung einiger historischer Originale werden Kopien und Digitalisate zum Ausgangspunkt für die Bearbeitung durch die eingeladenen Autorinnen.

Vier Veranstaltungen
Im Herbst 2013 organisiert Dock18 mit Partnerinnen wie Wikimedia Schweiz und Migros Kulturprozent unter dem Titel «Re:Public Domain» in der ganzen Schweiz vier Veranstaltungen. 16 Kunstschaffende sind eingeladen, ihre Bearbeitungen von Public Domain Materialien vorzustellen. Jeder der vier Anlässe ist unterschiedlich ausgestaltet. Während den Besucher in der Roten Fabrik eine ganze Nacht erwartet, gibt es im Forum Schlossplatz Aarau eine Matinee mit Brunch, und das Kulturbüro Genf organisiert eine Wanderung in die Wälder des Mont Salève, wo 1942 Robert Musils Asche von seiner Frau verstreut wurde. Den Abschluss bildet eine Show im Grand Palais Bern, wo auch der diesjährige Swiss Re:Public Domain Remix Preis vergeben wird.

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