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Nextex St.Gallen | Olga Titus, Fränzi Madörin, Martina Gmür, Mia Diener

NEXTEX ist Ausstellungs- und Veranstaltungsort, Denkzentrum, Planungsbüro und Kunstknotenpunkt in einem. Vier Frauen eröffnen den Ausstellungsherbst im Nextex St.Gallen – facetten- und kontrastreich!

Olga Titus
hat 2006 das Studium Bildende Kunst an der Hochschule Luzern abgeschlossen. Seither verbringt sie die Wintermonate oft in Indien, sie hatte schon zwei Atelierstipendien in Varanasi und Bangalore. In der Kunsthalle Arbon war im Sommer 2013 ihre Einzelausstellung «Ideal Artist» zu sehen. Von der elfteiligen Fotoarbeit «Art Olympics» (2013) zeigt sie neun Bilder. Die Videoarbeit «Ohne Titel» (2013), im prunkvollen Rahmen eingebettet, zeigt die Künstlerin als Mädchenfigur mit lieblichem, aufreizendem Augenaufschlag. Olga Titus untersucht in ihren drei Arbeiten spielerisch die eigene Identität als Künstlerin und deren Umfeld.

Fränzi Madörin
lebt und arbeitet in Basel und ist seit 1988 Mitglied der Musikperformancegruppe Les Reines Prochaines. Sie stellt alleine und mit Muda Mathis und Sus Zwick regelmässig aus. Im Schaufenster des Nextex ist die Fotoarbeit «Equality» (2012) von Madörin/Mathis/Zwick, fotografiert von Iris Baumann, zu sehen. Wenn Fränzi Madörin alleine arbeitet, sind ihre Werke «audio-lastig». Das Publikum wird mit MP3-Playern und Kopfhörern ausgestattet, Madörin redet, singt oder erzählt Geschichten. Die aktuelle Arbeit «Mes Dents» (2013) bestehend aus einer Audioinstallation und diversen Zähnen aus Textilien, setzt ihren bereits verlorenen Zähnen ein Denkmal, erzählt vom Leben mit und ohne Zähne.

Martina Gmür
besuchte die Ecole cantonale d‘art du Valais in Sierre und studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Sie stellt regelmässig in der Schweiz und im Ausland aus und wird von der Galerie Stampa vertreten. In der Installation «Three weeks in China» (2013) baumeln fünf Ballons aus Gips an ausgesägten Holzbögen vor den Augen der Betrachtenden. Sie sind bemalt mit Motiven der Chinareise: Szenen aus dem Alltag, Tischgespräche, ein Tempel, ein auf einem Koffer sitzendes Kind. Die Kugeln erinnern an Laternen chinesischer Tempel, man dreht sich mit ihnen um die eigene Achse, taucht in eine Globus-Bilderwelt ein.

Mia Diener
schloss 2005 ihr Studium an der F+F Schule Kunst und Mediendesign in Zürich ab. 2009 bekam sie das Atelierstipendium in Kairo von der Stadt Winterthur. Die Basis von Dieners 12-teiliger Arbeit «doxa» (2013) bilden Wörter. Die Künstlerin simuliert «echte» Handarbeit, indem zum Beispiel schwarze angebliche Monotypie-Druck-Flecken zum Teil der Arbeit werden und eine neue Schichtung der narrativen Struktur beinhalten. Dabei spielt auch das gewählte Papier mit den eigenen Ordnungen und Strukturen eine wichtige Rolle.

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