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Kunstmuseum Olten | Jahresausstellung 2013 & Disteli-Dialog

Das Kunstmuseum Olten steht Kopf: 57 KünstlerInnen aus Solothurn zeigen ihre Werke in der Jahresausstellung, und der Berner Künstler San Keller will dessen Ursammlung – das Martin Disteli Legat – gegen ein Warhol-Bild tauschen.

Jahresausstellung 2013
Die 29. Jahresausstellung der Solothurner Künstlerinnen und Künstler, die sich als bedeutendste und umfangreichste Schau über das aktuelle Kunstschaffen im Kanton Solothurn versteht, zeigt 113 Arbeiten von 57 Künstlerinnen und Künstlern, von arrivierten wie auch jungen Kunstschaffenden. Der Jury-Bericht attestiert dem Kunstjahrgang 2013 «ein hohes Niveau und ein bemerkenswert breites Spektrum». Die Schau wurde aus 189 Eingaben mit 679 Werken selektioniert. «Auffallend sind die Vielfalt an mixed-media-Arbeiten und die Liebe für taktile handwerkliche Qualität» betont Gabriele Bono, die Jurypräsidentin und Vertreterin des organisierenden Kunstvereins Olten.

Disteli – Keller – Warhol
Im Rahmen der Ausstellungsreihe «Disteli-Dialog» realisiert der Schweizer Konzeptkünstler San Keller (*1971) im Kunstmuseum Olten unter dem Titel «Disteli – Keller – Warhol» ein Kunst- und Filmprojekt, das sich in jeder Hinsicht deutlich von den bisherigen Dialog-Ausgaben unterscheidet. Es beginnt Ende Juni mit einem stillen Projektstart (ohne Vernissage), dauert voraussichtlich bis Sommer 2014 und dreht sich um eine aussergewöhnliche Tausch-Aktion: Es ist das erklärte Ziel Kellers, den Gründungsbestand des Kunstmuseums Olten, die Sammlung von rund 2000 Werken des Karikaturisten und politischen Zeichners Martin Disteli (1802–1844) gegen ein Gemälde von Andy Warhol aus einer amerikanischen Sammlung zu tauschen.
San Keller realisiert nun ein Ausstellungs- und Filmprojekt mit offenem Ausgang, das mit Interventionen und Veranstaltungen in anderen Schweizer Kunstinstitutionen sowie im Ausland präsent ist. Ausgehend von Distelis propagandistischer Instrumentalisierung seiner Zeichenkunst beschäftigt er sich mit Funktionsweise und Form von ideologischer Rhetorik sowie mit Überzeugungs- und Werbestrategien, die Wertigkeit von Kunst auf unterschiedlichen Ebenen thematisieren und Fragen nach dem Künstlerbild verschiedener Zeiten und Gesellschaften sowie nach dem Verhältnis von Kulturinstitutionen und Kunstwerken aufwerfen.

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