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Sankturbanhof Sursee | In Teufels Küche

Dem Teufel auf die Schliche kommen, das ist die Absicht der Ausstellungsmacher Peter Kuntner und Stephan Lichtensteiger. Im Sankturbanhof Sursee setzen sie sich mit Abwehrmethoden gegen das Böse auseinander.

Das Böse lauert überall
Um dem Bösen auf die Schliche zu kommen, legen die Ausstellungsmacher Peter Kuntner und Stephan Lichtensteiger von fischteich den Fokus ihrer Ausstellung im Sankturbanhof Sursee nicht auf greif- und sichtbare Massnahmen, sondern auf gesellschaftliche und individuelle Strategien, die das Böse beschwichtigen oder bannen, verjagen oder vernichten sollen. So alt und vielfältig wie die Ideen um das Böse sind die Abwehrmethoden, um sich das Böse vom Leib zu halten: Heiligenbilder, Überwachungskameras, Zäune, Medikamente, Pflastersteine, Waffen… Bei näherer Betrachtung entpuppen sich allerdings gerade die Abwehrmethoden selbst als Mittel des Bösen, und das Gute verwandelt sich manchmal durch Zeit oder Perspektivenwechsel in sein Gegenteil. Und besonders interessant wird es da, wo das vermeintlich Gute und vermeintlich Böse nicht mehr unterscheidbar sind. Entlang überraschender Sammlungen und Inszenierungen sucht die Ausstellung nach Antworten und wirft neue Fragen auf. Sie zeigt auch auf, wie seit Jahrhunderten der Begriff des Bösen als moralische Bewertungsinstanz dient, indem die je andere ideologische Seite als böse gilt. Man denke an die «Achse des Bösen» eines George W. Bush, die nicht nur militärische Interventionen legitimierte, sondern auch die Überwachung der eigenen Bürgerinnen und Bürger.

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