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Georgette Maag | Ein Portrait

Feinheiten des Alltags verdichten sich in verschiedenen Medien zu visueller Poesie. Georgette Maag gelingt es augenscheinlich, die Raumrätsel wachzurufen.

Geduldige Beobachterin
Georgette Maag ist eine akribische und geduldige Beobachterin ihrer Umgebung. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass es vorwiegend beobachtende bildgebende Verfahren wie Fotografie und Video sind, mittels derer sie ihre Arbeiten entwickelt. «Es sind kaum beachtete Details, beiläufige Momente und das vermeintlich Immergleiche, deren kontemplatives Potenzial Maag in ihren Arbeiten herausschält und so zum Nachdenken über Zeit und Dauer, Veränderung und Stillstand anregt» (Irene Müller). Ortsspezifische Spuren der Geschichte bieten ihr Anlass für ein facettenreiches Wechselspiel von Innen und Aussen. Mit ihren atmosphärisch-visuellen Bildtäuschungen verwebt Maag landschaftliche Situationen mit Zeichen menschlicher Gegenwart und Natur, Bildkonstruktion, Abbildung, Blick und (Selbst-)Wahrnehmung zu einem dichten Geflecht, das bisweilen auch leise, humorvolle Züge aufweist.

Zwischen zwei Oasen
Die Ausstellung in der Galerie Reinart mit Ursula Palla und Georgette Maag gewährt spannende Einblicke in die Arbeitsweise der Künstlerinnen. Situativ greift Georgette Maag auch auf andere Medien zurück. Inspiriert durch das ehemalige Industriegebäude der Alusuisse, hat sie aus Aluminium die Bodenarbeit «Relikt» gegossen.
Ihr weitgefächertes Interesse vermittelt sie mit ihrem Projekt «Aus erster Hand», Perspektivenwechsel im Kunstraum. Gäste mit lokalem Bezug entwickeln zusammen mit Kunstschaffenden eine Führung, die unvorhergesehene Anknüpfungspunkte enthüllt.

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