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Cialo – Body

Janusz ist ein Mensch, den so leicht nichts erschüttern kann. Als Untersuchungsrichter recherchiert er präzise, am Tatort analysiert er trocken jedes Detail. Privat jedoch hat er mehr Probleme. Mit Elementen der schwarzen Komödie umkreist die Filmemacherin die Körperlichkeit unserer Existenz.

Zum Film
So cool er im Beruf agiert, privat steht Janusz seiner magersüchtigen Tochter Olga ziemlich hilflos gegenüber. Er lässt sie in eine Klinik einweisen, in der die Psychologin Anna arbeitet. Diese lebt mit einem grossen Hund in einer abgeriegelten Wohnung und beschwört Geister, die aus dem Jenseits zu den Lebenden sprechen. Was ist Körper? Was ist Geist? Wie spielen die beiden im Leben zusammen? Um von der Schwierigkeit zu erzählen, mit dem Verlust geliebter Menschen umzugehen, kreist die Filmemacherin mit Elementen der schwarzen Komödie das Körperliche unserer Existenz ein.

Stimmen
Diesen absolut grandiosen Film muss man sehen. Adam Soboczynski, Die Zeit | Wir lassen uns vom Tod das Leben nicht verderben. Julia Dettke, Der Tagesspiegel | Ein klug komponierter, durchdachter, exzellent gespielter Film, der bei der Berlinale aus guten Gründen einen Silbernen Bären für die beste Regie bekam. Herausragend ist das Ende, es setzt, wie das idealerweise ist, alles noch einmal in ein neues Licht. Bernd Rebhandl, FAZ | Malgorzata Szumowska ist mit «Body» ein kleiner, berührender Film darüber gelungen, wie wir unseren Körper benutzen, um mit bestimmten Dingen fertig zu werden. Julia Korbik, The European | Unter Verwendung mitleiderregend verwahrloster Themen, Situationen, Schauplätzen und Figuren komponiert Szumowska mit finster komödiantischer Gelassenheit über neunzig Minuten ein ganz neues Genre: den Gespensterfilm, in dem die Menschen spuken und das Gespenst aus Menschenangst wegbleibt. Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung | Faszination und Abscheu halten sich die Waage, dazu kommen der lakonische, zuweilen groteske Humor und der Stoizismus des Ermittlers. Und eine spürbare Liebe der Regisseurin zu ihren Figuren. Und die ist es dann auch, welche die finalen Einstellungen des Films zu einem jener unbeschreiblich magischen und gefährlichen Kinomomente werden lässt, die nur ganz selten glücken können. Michael Sennhauser, sennhauserfilmblog.ch

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