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Eine schwule Liebesbeziehung ist in Fussballkreisen immer noch verpönt.

Mario

Zwei schwule Fussballer, die ihre Gefühle nicht zeigen dürfen.

Mario steht kurz vor der Verwirklichung seines grossen Traumes, Stürmer in der ersten Mannschaft zu werden. Bis er sich unversehens in seinen Mitspieler Leon verliebt - eine Liebe, die im Profi-Fussball immer noch weitgehend tabu ist. Marcel Gislers Spielfilm von 2018 erhielt dank des Outings des Schweizer Profi-Schiedsrichters Pascal Erlachner ungeahnte Aktualität.

Starke Darsteller
Was den Film auszeichnet – neben dem Mut, dieses Tabuthema überhaupt mal anzusprechen –, ist die Leistung der beiden Hauptdarsteller. Max Hubacher (Der Hauptmann) und Aaron Altaras (Die Unsichtbaren – Wir wollen leben) überzeugen als junges Liebespaar, das keines sein darf. Sowohl die ersten vorsichtigen Annäherungen, die von Unsicherheit und Zweifeln geprägt sind, wie auch die späteren Momente, wenn sie zwischen Liebe und Karriere stehen, gehen dabei schnell zu Herzen. Mal ist es einfach süss, die beiden zusammen zu sehen, mal traurig, zwischendrin darf man auch richtig wütend sein. Oliver Armknecht, Chefredaktor film-rezensionen.de

Zum Film
Mario ist zum ersten Mal im Leben verliebt, so richtig verknallt. In Leon, den Neuen aus Deutschland. Der spielt zwar auch vorne im Sturm und könnte ihm sogar gefährlich werden, wenn es darum geht, wer in die erste Mannschaft aufsteigen kann. Doch daran mag Mario jetzt nicht denken. Er will Leon spüren, riechen, in seiner Nähe sein. Das bleibt auch anderen im Klub nicht verborgen und schon bald machen erste Gerüchte die Runde. Mario sieht seine Karriere als Profi-Fussballer in Gefahr, will aber gleichzeitig Leon um keinen Preis verlieren. Er muss eine Entscheidung treffen.

Noch immer tabu
Marcel Gislers Spielfilm von 2018 erhielt dank des Outings des Schweizer Profi-Schiedsrichters Pascal Erlachner ungeahnte Aktualität, denn Homosexualität ist in der Fussballbranche noch heute nahezu ein Tabuthema. Mit einer schwulen Amour fou hatte der Rheintaler Regisseur 1999 erstmals auf sich aufmerksam gemacht, «F. est un salaud», und auch in seinem letzten Spielfilm «Rosie» gab es 2013 fein verwickelte Liebesfäden.

Stimmen
«Er ist der ‹Wonderboy› unter den Schweizer Regisseuren. Nach ‹Electroboy› und ‹Rosie› bringt Marcel Gisler mit ‹Mario› einen weiteren sehr sehenswerten Film in unsere Kinos: Ein stimmiges Drehbuch, makellose Kameraarbeit und ausgezeichnete Schauspieler. Danke für diesen Film.» – Felix Schenker, arttv.ch | «Ein Film über ein brandheisses Thema mit zwei ganz starken Hauptdarstellern.» – Christoph Petersen, www.filmstarts.de

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