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Aargauer Kunsthaus | Karl Ballmer, Max von Moos, Ding Ding

Das zeichnerische Werk von Max von Moos, über hundert Gemälde und Papierarbeiten von Karl Ballmer und hochkarätige Objektkunst

Zum ersten Mal seit 26 Jahren richtet das Aargauer Kunsthaus eine Einzelausstellung zum Maler und Schriftsteller Karl Ballmer (1891 – 1958) aus. Und ebenfalls zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung ausschliesslich dem zeichnerischen Schaffen von Max von Moos (1903 – 1979). Für die Ausstellung «Ding Ding» wurden die Depots des Aargauer Kunsthauses durchforstet und neben Schlüsselobjekten der Sammlung wahre Trouvaillen der Objektkunst ans Licht gebracht.

Karl Ballmer und Max von Moos
In Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus wird das Œuvre des Künstlers Karl Ballmer zunächst in Aarau, seinem Geburtsort und anschliessend in Hamburg, seiner wichtigsten Wirkungsstätte, ins Gedächtnis gerufen und einer neuen Publikumsgeneration vorgestellt. Vor dem Hintergrund kunsthistorischer Analysen und jüngster Forschungsergebnisse blickt die Ausstellung Karl Ballmer. Kopf und Herz auf die verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers. Über hundert Gemälde und Papierarbeiten aus der eigenen Sammlung treten in Dialog mit vierzig hochkarätigen Leihnahmen aus Privatbesitz sowie Deutschen und Schweizer Museen. Originaldokumente aus dem Staatsarchiv Aargau, welches den schriftlichen Nachlass Ballmers betreut, gewähren Einblick in das künstlerische und kunstpolitische Umfeld, in dem sich Karl Ballmer vor und nach dem Krieg bewegte.
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Das zeichnerische Werk von Max von Moos überrascht durch seinen Reichtum und lässt einen neuen Blick auf den vor allem als Maler und Schweizer Surrealisten bekannten Künstler zu. Unablässig war Max von Moos am Zeichnen, sei es in seinem eigenen künstlerischen Tun oder als Dozent an der Kunstgewerbeschule Luzern. Aus den mehreren Tausend überlieferten Blättern zeigt das Aargauer Kunsthaus eine repräsentative Auswahl aus allen Schaffensphasen. Ebenso wie die stilistische Vielfalt führt sie motivische Konstanten vor Augen. Ob Masken, Selbstporträts oder groteske Szenerien – stets geht es um die existenziellen Themen des Lebens, insbesondere um dessen Fragilität. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Max von Moos Stiftung und wird ergänzt durch eine von Peter Fischer verfassten und herausgegebenen Publikation zum zeichnerischen Werk des Künstlers.

Ding Ding
Der Künstler Marcel Duchamp radikalisierte in den 1910er-Jahren den gängigen Kunstbegriff, indem er einen gefundenen Gegenstand («objet trouvé») signierte, auf einen Sockel stellte und als sogenanntes «Ready-made» zum Kunstwerk erhob. Seither hat sich die Objektkunst mannigfaltig entwickelt. In Form von Imitationen und Miniaturen werden reale Gegenstände nachempfunden, während andernorts Alltagsdinge wie Kleider, Geschirr oder Möbel als Werkstoff genutzt, zerteilt, bemalt und neu montiert werden. Das Repertoire der Objektkunst reicht von Reliefs über bewegliche Skulpturen bis hin zu begehbaren Architekturen. Die Schau umfasst Arbeiten von den 1930er-Jahren bis heute und reicht von Daniel Spoerris Assemblagen über Roman Signers Objekte, bis zu Christian Rothachers Skurrilitäten und den Objekt-Imitationen von Fischli / Weiss. Ausgewählte Leihnahmen, u.a. von Peter Brunner-Brugg, Clare Kenny und Eva Wipf ergänzen die Schau. Zwischen Sockeln, Boden und Wand entspinnt sich eine verspielte Welt der Dinge.

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