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Le chat qui pense

Eine cineastische Reise durch das Leben und Werk von Daniel Schmid, dem wohl aussergewöhnlichsten Künstler des Schweizer Films.

«Le chat qui pense» ist eine gelungene Zeitreise «mit« und «über» Daniel Schmid.

Synopsis: In den 1940er Jahren in einem Hotel der Belle Epoque im Bündnerischen Flims aufgewachsen, verfiel Daniel Schmid bereits als Kind seiner Vorstellungskraft. Beflügelt von den phantastischen Geschichten seiner Grossmutter, machte er die Hotelhalle zur Bühne und Gäste aus aller Welt zu seinen Protagonisten. Daniel Schmid wurde zum Geschichtenerzähler – um es Zeit seines Lebens zu bleiben. «Daniel Schmid – Le chat qui pense» ist ein kaleidoskopisches Filmportrait, das Einblick gibt in das ereignisreiche Leben und eigenständige Werk eines aussergewöhnlichen Schweizer Kinokünstlers. Stars: Daniel Schmid und seine Weggefährten. Regie & Crew: Die jungen Filmemachern Benny Jaberg und Pascal Hofmann schafften es mit ihrem Diplomfilm verdientermassen bis an die Berlinale 2010. Marcel Hoehn, dem langjährigen Produzenten von Daniel Schmid, ist die Unterstützung der jungen Autoren hoch anzurechnen.

arttv.ch-Wertung: Es sollte nicht ein Film «über» sondern ein Film «mit» Daniel Schmid werden, doch als er 2006 überraschend schnell an Krebs starb, mussten die beiden Filmer Hofmann und Jaberg umdenken: Ein neues Konzept, eine umfangreiche Recherche nach Interviewmaterial und viel Überzeugungskraft für Produzent und Weggefährten. Gelungen ist ihnen eine Collage aus Filmbildern, die – vor allem auch durch die Musik von Peter Scherer – so lebendig ist, dass es dennoch wie ein Film «mit» Schmid anmutet. Werk, Mensch, Denken, Umgebung und Weggefährten von Schmid fliessen vor den Augen des Zuschauers als Filmbilder zu einer Collage, die konsequenter- und erfreulicherweise alle Mühen der Autoren, 200 Stunden Filmmaterial zu sondieren und montieren, unterschlägt. Der frische Blick der Autoren auf den Zeitgeist rund um die Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahre, vermag sicherlich nicht nur Insider der Schmid-Generation sondern auch ein junges Publikum zu bannen. Fazit: Eine einfühlsame Zeitreise «über» und «mit» Daniel Schmid.

Isabel Bures

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