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La buena vida

«Eine besonders absurde und bittere Geschichte des Neokolonialismus: Menschen, die ohne Stromversorgung glücklich leben, müssen ihr traditionelles Leben aufgeben, damit in den Industrieländern das Licht nicht ausgeht». Jens Schanze

Zum Film
«La buena vida» erzählt den Kampf der indigenen Wayúus um ihr Dorf Tamaquito, das in den Sog der Globalisierung gerät. Ihre im kolumbianischen Regenwald gelegenen Hütten werden vom grössten Kohlentagebau der Welt bedroht, hinter dem mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo Amercian und BHP Billiton stehen. Das gewaltige Loch mit einem Durchmesser von 700 Quadratkilometern frisst sich immer näher an ihre Siedlung heran. Doch die Wayúus wollen sich nicht kampflos umsiedeln lassen und misstrauen den Versprechungen der Minenbetreiber auf ein «besseres» Leben in modernen Häusern mit Stromversorgung. Es beginnt ein Kampf Davids gegen Goliath…

Stimmen
Rein beobachtend, ohne Kommentierung und ohne Interviews, zeigt der Film mit seltener Authentizität, wie ein global agierendes Unternehmen mit Menschen umgeht, die es für arm, rückständig und unbedarft hält. Bianka Piringer, kino-zeit.de | Ein zu Herzen gehender, erhellender, wütend machender Dokumentarfilm. Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung | Um den Druck auf Politik und Wirtschaft zu erhöhen, braucht es Öffentlichkeit. Filme wie dieser können sie schaffen. Keine wertenden Kommentare, keine suggestiven Interviews, die Kamera allein beobachtet, der Schnitt erledigt den Rest. Sabrina Wagner, Der Tagesspiegel Berlin | Kein Rührstück, keine Empörungsrituale, sondern Kino – ein absolutes Muss! Bert Rebhandl, FAZ | Eine leidenschaftliche Hommage an eine starke Gemeinschaft. Münchner Feuilleton | Ein Film, der mit seiner politischen Brisanz und emotionalen Aufrichtigkeit auf jede Kinoleinwand gehört. Zitty Berlin | In «La buena vida» entsteht ein Tableau der globalen Ökonomie vor unseren Augen, angetrieben durch den aufklärerischen Gestus eines Lehrstücks. […] Die Assoziation mit der Malerei drängt sich auf, «La buena vida» ist wie ein Schlachtengemälde, ein grossformatiges und hochgradig dialektisches Tableau der Kraft des Kapitalismus, die alles in Bewegung setzt, umwälzt, nichts an seinem Platz lässt. Und an der sich trotz aller technischen Fortschritte nichts ändert: Die Kohle als Schuhsohle des Kapitalismus, tragend, unverzichtbar, dreckig. Johannes Bluth, critic.de

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