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Theater St.Gallen | Gräfin Mariza

Eine übermütige Gräfin, ein erfundener Bräutigam und ein verarmter Graf – in der Operette «Gräfin Mariza» gibt es allerhand vertrackte amouröse Verstrickungen und eine Fülle grandioser Darstellerinnen und Darsteller.

Ein erfundener Bräutigam
Wenn plötzlich der Bräutigam aufkreuzt, den man nur erdichtet hat um sich lästige Verehrer vom Leib zu halten, dann wird sogar die Gräfin Mariza verlegen. Zum Glück hat der Herr bald ein Auge auf Lisa geworfen, so dass sich die Gräfin ihrem charmanten Verwalter zuwenden kann, der niemand anderes ist als der verarmte Graf Tassilo. Dieser tragisch gefärbte biografische Hintergrund, der massgeblich zur Vertracktheit der amourösen Verstrickungen beiträgt, ist für eine Operette einzigartig und gibt dem Werk eine unerwartete Tiefgründigkeit. Emmerich Kálmán hat sich damit aber nicht etwa der Oper angenähert, sondern auf genialische Weise die leidenschaftliche Seite der Handlung verstärkt.

Ungarisch-zigeunerisches Klangmilieu
Musikalisch von einem ungarisch-zigeunerischen Klangmilieu umrahmt, bereichert Kálmán die Szenerie in realistischer Manier durch Wiener Walzer-Klänge sowie Tanzrhythmen aus Übersee. Dass im allerletzten Moment ausgerechnet eine reiche Tante als Dea ex Machina zu einer erquickenden Wendung verhilft, ist typisch Operette – zu schön, um wahr zu sein!

Das Bühnenteam
Für die St.Galler Inszenierung konnte der Zürcher Musical- und Operetten-Regisseur Stefan Huber gewonnen werden. In der Schweiz ist er vor allem durch die Musicals Gotthelf, Heidi – Das Musical und Die Schweizermacher bekannt. Für Gräfin Mariza brachte er den Bühnenbildner Stephan Prattes, die Kostümbildnerin Heike Seidler und den Choreografen Danny Costello mit. Den Fürsten Populescu verkörpert der Schweizer Schauspieler und Kabarettist Walter Andreas Müller. Die Berner Christoph Marti und Tobias Bonn von dem Comedy-Trio Geschwister Pfister sowie dessen Gründungsmitglied Max Gertsch komplettieren das Bühnenteam. Die Titelpartie hat die kanadische Sopranistin Siphiwe McKenzie inne, die in St.Gallen zuletzt als Manon und Violetta zu erleben war.

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