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Klöntal Triennale 2014 | Kunsthaus Glarus

Das Klöntal reicht bis ins Kunsthaus Glarus, oder reicht das Kunsthaus bis ins Klöntal? Die Klöntal Triennale 2014 stellt Fragen nach Natur, Inspiration in der Natur, Kunst und Natur heute und gestern.

The Place
Das Klöntal – oberhalb von Glarus gelegen – steht seit Mitte des 17. Jahrhunderts immer wieder im Fokus der Kunst: Fernab vom Massentourismus nährt das Tal mit seiner intakten Landschaft bis heute Vorstellungen einer idealen Utopie. Das faszinierte Künstlerinnen und Künstler seit jeher. «A Place Like This» nimmt diesen Faden auf und zeigt gegen 23 internationale Positionen an ausgewählten Orten im Klöntal sowie im Kunsthaus Glarus. Die mehrheitlich eigens für den Ort neu geschaffenen Werke nehmen unmittelbaren Bezug auf die reichhaltige künstlerische Tradition des Klöntals, und die zeitgenössischen Kunstschaffenden sind eingeladen, sich auf den Ort und sein Erbe, die Landschaft und die Natur einzulassen, sie aus gegenwärtiger Sicht zu aktivieren und die historischen Topoi zu hinterfragen.

Lange Tradition
Dabei können sie aus dem Vollen schöpfen, dokumentierten doch bereits der Zürcher Maler Conrad Meyer gemeinsam mit seinem holländischen Kollegen Jan Hackaert um 1655 das Tal, die Berge und den See, und auch im 18. Jahrhundert war das Klöntal wegen seiner Abgeschiedenheit ein Geheimtipp. Bis heute riss dieser Faden nie, das Klöntal konnte sich ein Stück Utopie erhalten, es blieb ein Ort des Rückzugs und der Konzentration, wo man der Hektik des Stadtlebens entfliehen und sich in beschaulicher Zurückgezogenheit in Einklang mit der Natur einem alternativen Lebensentwurf widmen konnte. In den vergangenen zwanzig Jahren entstanden im Klöntal Projekte von Carl Andre, Balthasar Burkhard, Richard Long, Roman Signer, Fischli/Weiss, Christoph Büchel und vielen mehr.

Teilnehmende
Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich in unterschiedlichster Weise mit Themen und Motiven, die im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte im Klöntal eine künstlerische Tradition formten, und verschränken diese mit aktuellen Perspektiven – ist doch die Beschäftigung mit entlegenen Orten, mit der Natur und mit dem Gemeinschaftlichen als Alternative oder Ergänzung zum urbanen Alltag oder gar zum überreizten Kunstbetrieb heute wieder äusserst aktuell. Die Teilnehmenden sind: Hans Alder, Kai Althoff, Shannon Bool, Sarah Burger, Stefan Burger, Noa Eshkol, Honey-Suckle Company, Thomas Julier, Kariel, Rudolf Koller, Maria Loboda, Fabian Marti, Otto Meyer-Amden, Dane Mitchell, Christian Philipp Müller, David Renggli, Marta Riniker-Radich, Adele Röder, Michael Sailstorfer, Rico Scagliola & Michael Meier, Jerszy Seymour, Johann Gottfried Steffan und Hannah Weinberger.

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