Anfang Juli fand zum zweiten Mal das Arten Festival statt. Kunstschaffende entwarfen während der beiden Festivaltage Visionen einer gerechten Zukunft für alle Lebewesen. Das spezies- und spartenübergreifende Kunstfestival denkt die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu: Was geschieht, wenn Pferde, Hühner, Truten, Schweine, Ziegen und Schafe zuschauen, zuhören oder selbst performen? Das Festival findet auf dem Bauernhof Hof Narr im Zürcher Oberland statt, der sich als Labor für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier versteht. Ins Leben gerufen wurde das Festival von Performance- und Drag-Künstler Soya the Cow.
Kunst in tierischer Gesellschaft
Das Arten Festival auf dem Hof Narr erforscht eine Welt, in der sich Mensch und Tier auf Augenhöhe begegnen.
Einblick in das Programm
Die Ziegen lauschten einer Lesung über eine nicht allzu ferne Utopie, während an anderer Stelle das Publikum beim Misthaufen den Springschwänzen, Milben und Regenwürmern im und auf dem Boden zuhörte. Pferde bewegten sich gemeinsam mit anderen tanzenden Körpern und liessen sich von Harfenklängen verzaubern. Bei den Schweinen wurde darüber nachgedacht, wie häufig abwertend über grosse weibliche Körper gesprochen wird – und darüber, wessen Körper überhaupt Raum einnehmen dürfen. Im Hühnerstall fand die ganze Familie spielerisch heraus, warum das Huhn als «dumm» und der Fuchs als «schlau» gilt.
