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Coalmine | Gina Folly – I Want to Do to You What Spring Does to Cherry Trees

Die Arbeitsweise von Gina Folly ist vielfältig und immer wieder voller Überraschungen. Neben ihrem Hang zur Pflanzenwelt interessiert sie sich vor allem für das ausgeprägte Bedürfnis des Menschen zur Domestizierung.

Arbeiten voller Überraschungen
Die Arbeitsweise von Gina Folly ist vielfältig und immer wieder voller Überraschungen. Ihren Arbeiten liegen meistens Fotografien zu Grunde. Fotografin ist auch der Beruf, den sie erlernt hatte, bevor sie ihr Kunststudium ergriff, und den sie neben ihrer künstlerischen Tätigkeit noch immer ausübt.

Der ästhetische Schritt des Heraus-Nehmens
Ihre vielschichtigen Installationen waren in der Kunsthalle Basel sowie im Kunsthaus Baselland zu sehen. Gewisse Werke brauchten eine besonders fürsorgliche Hand der Künstlerin. Neben der Arbeit mit Fotografien auf Badetüchern war man vor allem mit dem Spriessen und Wachsen verschiedener Pflanzen konfrontiert. Dschungelgeräusche, afrikanische Gesänge und zeitgenössische elektronische Kompositionen wechseln sich ab. Die Idee zu diesen Pflanzeninstallationen kam der Künstlerin nach eigenen Angaben während einer Japan-Reise.
In Japan seien Pflanzengruppen dieser Art oft anzutreffen – meist flankiert von gefüllten Petflaschen, damit man sie jederzeit giessen kann. Neben ihrem Hang zur Pflanzenwelt interessiert sie sich vor allem für das ausgeprägte Bedürfnis des Menschen zur Domestizierung. Dabei zählt für sie vor allem der ästhetische Schritt des Heraus-Nehmens aus der Natur und Inszenierens in einer neuen künstlichen, urbanen Umgebung. Eine leichte Kritik mag ihren schönen Installationen innewohnen, denn auch mit grossem Bemühen, die Pflanzen am Leben zu erhalten, gedeihen nicht alle reibungslos.

Fetish-feel-good-Objekte
Die Arbeit mit den Tierbildern spielt nun in der COALMINE eine Rolle spielen. Auch wendet sich die Künstlerin der Pflanzenwelt zu und präsentiert grossformatige Ingwer-Gewächse, die heute für Wellness und feel good stehen und in Form von Sushi-Beilage, Ingwer-Tee oder -Dragees konsumiert werden. Weitere Fetish-feel-good-Objekte findden in der Ausstellung ihren Platz und stegeb für Community und Freundschaft im digitalen Zeitalter. Nie hat man mehr nach alternativen Feel-good-Objekten verlangt als heute.

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