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Interview | David Tosh Gitonga

Der junge Mwas aus der kenianischen Provinz reist in die Hauptstadt Nairobi. Sein Traum: Er möchte Schauspieler werden. art-tv.ch sprach mit dem Regisseur David Tosh Gitonga anlässlich des Afrika Filmfestes im Filmpodium in Zürich.

Synopsis
Mwas lebt in der kenianischen Provinz und verkauft DVDs. Er selber liebt das Schauspiel und ist auch talentiert. Als er in der Hauptstadt Nairobi sein Glück versuchen will, wird er zuerst einmal mit dem Alltag in der Metropole konfrontiert. Der ist nicht einfach, und der Weg auf die Bühne mit einigen Hürden gespickt. Mwas hat eine Idee im Kopf: Er will Schauspieler werden. Mit diesem Traum und seinem Talent zieht er aus dem Dorf nach Nairobi, das nicht umsonst den Übernamen «Nai Robbery» trägt.

Gefährliches Doppelleben
Mwas muss viel lernen. Allein kämpft er um seine Chance im Grossstadt-Dschungel, um seine Zukunft. Er landet in einer Gang, behält aber seinen Traum, Schauspieler zu werden, immer fest im Blick. Es beginnt ein gefährliches Doppelleben zwischen Off-Theatertruppe und Raubzügen. «Nairobi Half Life» ist ein pulsierender Gangsterfilm aus Kenia: lustig, traurig, hart – wie das Leben in Nairobi, ein authentischer Einblick in eine afrikanische Grossstadt. David Tosh Gitongas überraschendes Regiedebüt spiegelt die Erfahrung zahlloser Afrikaner wider, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben vom Land ins raue Klima übervölkerter Städte ziehen. Der Film zeigt auch, wie erfrischend das junge afrikanische Kino sein kann.

Förderer Tom Tykwer
Der deutsche Regisseur Tom Tykwer (Lola rennt) hat begonnen, mit seiner alternativen Produktionsfirma One Fine Day Films in Kenia Filme zu produzieren und jungen Filmschaffenden eine Chance zu geben. Der Spielfilm «Nairobi Half Life» von Tosh Gitonga legt Zeugnis ab von der Vitalität und dem Potenzial lokaler Filmproduktionen in Afrika. David Tosh Gitongas Debütfilm zeigt, dass sich das Engagement lohnt.

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