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Nidwaldner Museum | Gefälschte Hitler-Tagebücher

Die Hitler-Tagebücher als Reverenz

Das Nidwaldner Museum setzt bis Anfang April auf das Medium Audio. Verantwortlich dafür sind die Künstlerin Petra Elena Köhle und der Künstler Nicolas Vermot Petit-Outhenin, die sich sich mit der Beweisführung um die gefälschten Hitler-Tagebücher befassen.

Grösster Medienskandal
Für die Ausstellung im Nidwaldner Museum entwickelt das Künstlerduo einen neuen Werkkörper, der vom grössten Medienskandal im deutschsprachigen Raum ausgeht: Das Nachrichtenmagazin «Stern» veröffentlichte 1983 die vom Fälscher Konrad Kujau erstellten Hitler-Tagebücher, ohne auf das endgültige Ergebnis einer bereits angelaufenen Untersuchung zur Überprüfung der Echtheit durch das Bundeskriminalamt (BKA) zu warten. Bis zur Bekanntgabe des BKA hatte der «Stern» 62 Bände gefälschter Tagebücher erworben und für den ganzen Fall fast zehn Millionen DM ausgegeben.

Realität, Fiktion und das Dazwischen
«Die Dokumente müssen als Fälschungen betrachtet werden, es sei denn, sie werden als echt nachgewiesen», so Hugh Trevor-Roper, er war einer der Experten, die mit der Überprüfung der Hitler-Tagebücher betraut wurden, und war lange Zeit von deren Echtheit überzeugt. Wie funktionieren Beweisführungen? An welchem Punkt beginnen sich Fälschung, Fiktion und Rekonstruktion zu überlagern? Wie fügen sich solche Konstruktionen, unabhängig von ihrem Wahrheitscharakter, in unser Realitätsverständnis ein? In räumlichen Anordnungen, Performances und Publikationsprojekten untersuchen Petra Elena Köhle und Nicolas Vermot Petit-Outhenin die Mediatisierung gesellschaftlicher Ereignisse. Petra Elena Köhle und Nicolas Vermot Petit-Outhenin (beide *1977) leben und arbeiten in Zürich.

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