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Kunstmuseum St.Gallen | Post/Postminimal

Jung trifft auf Alt. Der gemeinsame Nenner bleibt – Postminimal. Zeitgenössiche Künstlerinnen und Künstler spinnen die Ideen und Formen klassischer Postminimalisten wie Serra oder Sonnier weiter und finden in ihren skulpturalen Arbeiten eine neue Sprache.

Postminimal Art in St.Gallen
Die vom Kölner Galeristen Rolf Ricke über die Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung konnte in einer einzigartigen Aktion vom Kunstmuseum St.Gallen, Kunstmuseum Liechtenstein und Museum für Moderne Kunst Frankfurt gemeinsam erworben werden. Das Kunstmuseum St.Gallen ist daher im Besitz einer bedeutenden Werkgruppe der Postminimal Art, die nun erstmals konzentriert gezeigt wird, ergänzt durch Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen sowie durch Werke des in St.Gallen lebenden Künstlers Roman Signer, dem Harald Szeemanns «Live in Your Head. When Attitudes Become Form» entscheidende Impulse für das eigene Schaffen vermittelte. Die Ausstellung «Post/Postminimal» wirft jedoch, ganz im Sinne des ehemaligen Galeristen Rolf Ricke, den Blick nicht einfach zurück auf eine heute meist heroisch verklärte Vergangenheit, sondern sie erweitert die Perspektive und richtet sie entschieden auf Gegenwart und Zukunft.

Diskurs der Generationen
Zur Ausstellung «Post/Postminimal» hat das Kunstmuseum St.Gallen eine Reihe zeitgenössischer Kunstschaffender eingeladen, die alle nach den beiden epochalen Ausstellungen von 1969 – in der Kunsthalle Bern und im Stedelijk Museum Amsterdam – geboren sind, in ihrem Werk jedoch die skulpturalen Möglichkeiten der späten 1960er- und 1970er-Jahre aufgreifen und für die Gegenwart neu bestimmen. Das mag als Hinweis dafür dienen, welche umwälzenden formalen Errungenschaften in der Skulptur geleistet wurden und wie lebendig diese nachwirken.

Raum für Weiterentwicklung
Heute geht es im Gegensatz zu damals auch weniger um das Überwinden eines geläufigen künstlerischen Kanons, sondern eher um dessen inhaltliche und materielle Erweiterungen. Die künstlerischen Ansätze müssen sich nicht mehr erst als heftige Geste oder radikaler Bruch mit der Tradition bestimmen, sondern bauen vielmehr ganz selbstverständlich und entsprechend gelassen auf den formalen Recherchen der vorhergehenden Generationen auf, verbinden diese mit anderen künstlerischen Erfahrungen und schaffen Werke, die von einer eigenen Sensibilität getragen sind.

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