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Kunstmuseum St.Gallen | Elementare Malerei

Minimal Art, Farbfeldmalerei, Radical Painting – das sind die elementaren Stichworte für die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen. Startschuss war die Schenkung eines Werkblocks des australischen Künstlers John Nixon durch die Galerie Mark Müller.

Kunst oder Handwerk?
Eine orange Fläche auf einem Backblech, einzig von einem weissen Rand umrahmt, oder ein Akzent in Orange auf einer kleinformatigen Leinwand…? Welches ist der entscheidende Grund, der die Malerei als Kunst vom Handwerk unterscheidet? Wie gehen Kunstschaffende mit dem Nullpunkt der Malerei heute um, nachdem dieses Problem längst gelöst schien und dennoch jede Generation wieder neu fordert? Solchen Fragen widmet sich die Ausstellung Elementare Malerei im Kunstmuseum St.Gallen: Sie konfrontiert die klassische Farbfeldmalerei mit Positionen, die Malerei vorab von deren Rändern her bestimmen.

Radical Painting
Damit verweist die Schau auf die legendäre Ausstellung Radical Painting im Williams College of Art in Williamstown/Massachusetts von 1984. Der Begriff hatte sich für eine Malerei etabliert, die sich auf die Untersuchung von Farbe und Farbmaterie (colour and paint) konzentriert und sich hauptsächlich innerhalb der Monochromie bewegte, wobei der Verzicht auf das Abbild als gemeinsamer Nenner unterschiedlicher künstlerischer Haltungen gelten darf. Ausgangspunkt der Ausstellung Elementare Malerei ist die grossartige Schenkung eines Werkblocks von John Nixon (*1949 in Sidney, lebt und arbeitet in Melbourne) durch den Künstler und die Galerie Mark Müller, Zürich, die den bedeutenden Bestand monochromer Malerei in der Sammlung des Kunstmuseums St.Gallen verstärkt.

John Nixon
John Nixon ist der bekannteste australische Künstler seiner Generation, der die Traditionen von Konstruktivismus bis Minimal Art aufgegriffen und neu bestimmt hat. Darin verbindet sich sein Schaffen mit jenem von Olivier Mosset (*1944) oder Steven Parrino (1958–2005), die ebenfalls mit Hauptwerken vertreten sind und in der Ausstellung konfrontiert werden mit Positionen, die Malerei gewissermassen aus der Aussenperspektive kommentieren – ironisch und lustvoll!

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