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Mehr Geld für Low-Budget-Spielfilme

Die Crowdfunding-Plattform wemakeit lanciert neue Partnerschaften zur Finanzierung von Wissenschafts- und Filmprojekten: Mit dem Science Booster werden junge Forscher gefördert, und die Jubiläumsstiftung der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft unterstützt Low-Budget-Spielfilme.

Mobiliar Film Booster
In der Filmbranche hat sich Crowdfunding zur Projektfinanzierung etabliert. Auch bei wemakeit wurden schon rund dreihundert Filmprojekte gemeinsam mit der Community realisiert. Die Jubiläumsstiftung der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft nimmt nun eine Vorreiterrolle ein und finanziert zusammen mit dem Publikum Schweizer Spielfilm-Produktionen innerhalb des Low-Budget-Sektors. Mit der Überzeugung, dass Film zur positiven Entwicklung der Gesellschaft beiträgt, fördert die Mobiliar seit einigen Jahren das Dokumentarfilmfestival Visions du Réel in Nyon und ist ab 2017 Hauptpartner des Filmfestival Locarno. Mit wemakeit kommt eine dritte strategische Partnerschaft im Filmbereich hinzu. Was noch fehlt, ist ein viertes Standbein – die Vermittlung der Projekte an ein breites Publikum. Hier sieht arttv.ch – das Kulturfernsehen im Netz – sein Potenzial.

225’000 CHF für unkonventionelle Wissenschaft
In der Wissenschaftswelt blieb diese Art der Förderung bislang aus – zumindest für kleine Projekte. Dank des «Science Boosters» ändert sich das nun. Die Gebert Rüf Stiftung stellt für die Förderung von Crowdfunding-Projekten in der Kategorie Wissenschaft insgesamt 225’000 CHF zur Verfügung. Für jeden finanzierten Franken bei wemakeit gibt es einen weiteren Franken der Stiftung dazu, maximal 10’000 CHF pro Projekt. Luc Henry und Mirko Bischofberger begleiten die Projekte des Science Boosters und unterstützen Forschende dabei, ihre Ideen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Beide verbrachten die letzten Jahre in der Forschung, in der Wissenschaftspolitik und in der Wissenschaftskommunikation, unter anderem beim Nationalfonds, an der ETH und EPFL. «Der Science Booster ermöglicht neugierigen und mutigen Köpfen, ihre ersten wissenschaftlichen Ideen zu formulieren, sie einer breiteren Öffentlichkeit zu erklären und somit ein Stück weit aus dem Elfenbeinturm herauszukommen», sagt Mirko Bischofberger. Das Ziel sei es, vor allem auch junge Forschende zu fördern.

Gateway to Creativity
Mit einem sogenannten «Booster» fördern Stiftungen und Sponsoren eine Vielzahl von Projekten bei wemakeit. Diese Form der gemeinsamen Förderung wird immer beliebter: Neben der Swisscom vergeben inzwischen auch die Bank Austria, der Verein «Dada 100 Zürich 2016», die Zürcher Hochschule der Künste, die Christoph Merian Stiftung sowie die Urner und St.Galler Kantonalbank einen Teil ihrer Sponsoring- und Fördergelder über die Plattform. Die beiden neuen Booster-Partnerschaften erweitern nun das Portfolio und beweisen das Potenzial des neuen Sponsoring- und Fördermodells, gemeinsam mit der «Crowd» Projekte auf den Weg zu bringen und so privates, finanzielles Engagement zu stimulieren. Melina Roshard, Geschäftsführerin von wemakeit, ist überzeugt: «Unsere Partner katapultieren ihre Förderung mit uns ins digitale Zeitalter, minimieren ihren administrativen Aufwand und multiplizieren dabei Wirkung und Reichweite.»

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