Wie lässt sich das Leben einer Schriftstellerin erzählen, deren Sprache bis heute nachhallt? Regina Schilling beantwortet diese Frage mit einem ungewöhnlichen filmischen Essay. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR verzichtet auf die klassische Lebenschronik und entwickelt stattdessen einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Archiv und Imagination. So zeigt der Film eindrucksvoll, wie dokumentarisches Kino literarische Biografien neu denken und eine Autorin über ihre Texte, Bilder und Gedanken gegenwärtig werden lassen kann und Lust macht, Bachmanns Texte neu zu lesen.
INGEBORG BACHMANN - JEMAND, DER EINMAL ICH WAR (2026)
Kein klassisches Biopic, sondern ein ungewöhnlicher Hybrid aus Dokumentarfilm, Essayfilm und performativer Annäherung an ein bewegtes Leben
INGEBORG BACHMANN - JEMAND, DER EINMAL ICH WAR (2026) | SYNOPSIS
In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

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