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Luzerner Theater | Die lustige Witwe

In dieser Operette bündelt die Musik dramatische Zustände und verrät dabei auf subtile Art das, was die Figuren – gefangen in politischen Missionen, gesellschaftlichen Konventionen und persönlichen Konflikten – nicht äussern können oder wollen.

Wahrheiten des Lebens
Kunst zeigt Wahrheiten des Lebens. Das gehört zu ihren Grundaufgaben und lässt sich doch auf besondere Weise erleben in der Operette «Die lustige Witwe».

Heirat zum Wohle des Staates
In Paris soll das Vermögen einer pontevedrinischen Witwe für das bankrotte Heimatland gesichert werden. Mit der dem Staatswohl dienenden Heirat wird der Gesandtschaftssekretär beauftragt. Sein grösstes Problem: Er liebt die Frau – weshalb sich der herrenlose Reichtum und das nationale Interesse daran plötzlich als unüberwindbares Hindernis herausstellen …

Turbulenter Kampf zweier Liebenden
Franz Lehár entwarf für diesen turbulenten Kampf zweier liebender Herzen um das erlösende Geständnis eine Partitur, die den Tanz ins Zentrum der eigentlichen Kommunikation stellt. Ob mondänes Botschaftsparkett, folkloristische Heimatverklärung oder intimes Vergnügungs-etablissement – in jeder Welt findet nur die Musik das wahre Wort. Davon können nicht nur die Witwe und der Sekretär ein Lied singen, die im Schatten eines Geschäftsverdachts nicht tun wollen, was sie dürfen, sondern auch die Botschaftergattin und ihr heimlicher Verehrer, die innerhalb des sozialen Regelkanons nicht tun dürfen, was sie wünschen. Mit Walzer, Polka, Mazurka, Cakewalk und Cancan schuf der Komponist 1905 in Zusammenarbeit mit seinen Autoren eine mustergültige Tanzoperette, die, gerade weil darin die Musik das eigentliche Sein ausspricht, als ein Meisterwerk der Gattung gilt.

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