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Theater Basel | Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Eine Hitler-Karikatur, die mit der Sprache spielt. Und die zum Nachdenken über die Politik anregt.

Grosse politische Verbrechen
«Die grossen politischen Verbrecher müssen durchaus preisgegeben werden, und vorzüglich der Lächerlichkeit. Denn sie sind vor ­allem keine grossen politischen Verbrecher, sondern die Verüber grosser politischer Verbrechen, was etwas ganz anderes ist.» – Bertolt Brecht

Brutalpolitischer Expansionskurs
Konjunkturkrise im Chicago der frühen 1930er Jahre – nicht nur der mafiös strukturierte «Karfioltrust» (österr. Karfiol = Blumenkohl), der die Gemüsehändler der gesamten Stadt beliefert, leidet unter den schlechten Zeiten. Arturo Ui und seine Schergen wittern ihre Chance. Als «Beschützer» der Kleinhändler auf brutal-politischem Expansionskurs führt der Kleinkriminelle Ui das Verbrechertum auf den höchsten organisatorischen Standard des Kapitalismus. Als die Verstrickung von Politik, Wirtschaft und Faschismus immer monströser wird, gelingt es ihm, sich von den eingeschüchterten Bürgern zum Volksvertreter wählen zu lassen. Nicht zuletzt durch Terror und Gewalt: Wer nicht mitzieht, wird mundtot gemacht oder aus dem Weg ­geräumt.

Zum Regisseur
Brechts Parabelstück ist die erste Arbeit des Regisseurs Robert Gerloff am Theater ­Basel. Geboren 1982 in Duisburg, studierte er Theaterwissenschaft in Bochum. Am Theater ­Neu­markt in Zürich inszenierte er 2010 die deutschsprachige Erstaufführung von Olivier Choinierès «Glückseligkeit» und 2011 «Die Seelenfahnder» von und mit Jens Rachut.

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