Patrick Rohners Schaffen kreist um Prozesse, die sich in der Natur ebenso beobachten lassen wie in der Kunst: Schichtungen, Ablagerungen, Erosion und Verdichtung. Geologie, Klima und Landschaft bilden dabei keine Motive, sondern Denkmodelle einer künstlerischen Praxis, in der Beobachtung, Erfahrung und Erkenntnis ineinandergreifen.
PATRICK ROHNER UND DIE KUNST DER FALTUNG
- Publiziert am 8. September 2026
Das museumbickel zeigt eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Walensee und lädt zur Wanderung und Buchpräsentation ein
Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
Rundgang durch die Ausstellung | 27. September 2026 | 10.30 Uhr
Noëmi Bechtiger, Kuratorin und Patrick Rohner
Ausstellungsgespräch «Faltungen – Patrick Rohner» | 11. Oktober 2026 | 16 Uhr
Patrick Rohner im Gespräch mit FreundInnen aus Kunst und Naturwissenschaft: Florian Mehnert, Künstler; Annette Schindler, Archivarin; Tobias Ibele, Geologe Lisa Tidje, Architektin und Lucie Tuma, Choreografin
Öffentliche Begehung am Walenstadtberg mit Patrick Rohner | 24. Oktober 2026 | 10 Uhr bis 17 Uhr
Wanderung im Gebirge mit Blick auf die Faltungen der Churfirsten und den Walensee.
Ausstellungsgespräch «Faltungen – Patrick Rohner» | 8. November 2026 | 16 Uhr
Patrick Rohner im Gespräch mit Freunden aus Kunst und Naturwissenschaft: Konrad Bitterli, Direktor Kunstmuseum Winterthur; Reto Boller, Künstler; David Bresch, Physiker; Invar T. Hollaus, Kunsthistoriker; Peter Hubacher, Architekt und Helmut Weissert, Geologe
Finissage mit Buchpräsentation «Faltungen – Patrick Rohner» | 22. November 2026 | 11 Uhr
Noëmi Bechtiger (Kuratorin) im Gespräch mit Anne Hoffmann, Grafikerin und den Fotografen Guido Kasper und Rudolf Moser sowie Patrick Rohner
Natur als Denkmodell
Die Ausstellung Faltungen vereint Wasser-, Stein- und Rauchzeichnungen, Ölarbeiten, Fotografien und Abzeichnungen aus unterschiedlichen Werkphasen. Der Titel verweist zugleich auf ein grundlegendes Prinzip in Rohners Schaffen: Sein Werk entwickelt sich nicht linear, sondern in Überlagerungen, Rückgriffen und Verdichtungen.
Künstlerisches Klimaarchiv
Für die Ausstellung im museumbickel hat sich Patrick Rohner intensiv mit der Landschaft rund um den Walensee auseinandergesetzt. Über zweitausend Fotografien, die er vom Wasser aus aufgenommen hat, verdichten sich zu einer raumgreifenden Installation. Eine eigens entwickelte Wandarbeit gibt zudem erstmals Einblick in sein über Jahre gewachsenes «Klimaarchiv» und verbindet die unterschiedlichen Werkgruppen miteinander. (museumbickel)
Patrick Rohner (*1959 in Rothenthurm, Schweiz) ist ein Schweizer Künstler, der seit 1991 in Rüti im Glarnerland lebt und arbeitet. Von 1983 bis 1985 besuchte er die Schule für Gestaltung in Luzern und studierte anschliessend an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo er Meisterschüler von Jan Dibbets war. In seiner Kunst beschäftigt er sich intensiv mit Landschaft, Geologie, Naturprozessen und den materiellen Eigenschaften von Farbe. Für sein Werk erhielt er unter anderem dreimal das Eidgenössische Kunststipendium sowie den Manor-Kunstpreis St. Gallen und den Straubenzeller-Kunstpreis. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und international gezeigt, unter anderem in Zürich, St. Gallen, New York und Tokio.
