Die Ausstellung «Sport und Freizeit» im Forum Würth Rorschach beleuchtet die Verbindung von Bewegung, Spiel und Kunst. Freizeitaktivitäten bieten nicht nur Abwechslung im Alltag, sondern schaffen auch Freiräume für Inspiration und kreative Prozesse. Während Musse und Kreativität seit jeher eng verbunden sind, wurde der Einfluss von Sport und Spiel auf die Bildwelt der Kunst bislang weniger betrachtet. Werke renommierter Künstlerinnen und Künstler zeigen, dass Bewegung, Wettbewerb und Erholung schon immer ihren Platz in der Kunst gefunden haben.
Bewegung und Spiel als Inspiration – Sammlung Würth
Von Max Bill bis Erwin Wurm: Wie Sport, Freizeit und Musse seit über einem Jahrhundert die Bildwelten renommierter Künstler:innen prägen.
Künstler:innen der Ausstellung
Horst Antes, Philipp Bauknecht, Willi Baumeister, Bernhard Betz, Max Bill, Fernando Botero, Lovis Corinth, Christa Dichgans, Walter Eisler, Josef Engelhart, Hans Magnus Enzensberger, Max Ernst, Rainer Fetting, Christine Gallmetzer, George Grosz, Michael Halsband, Erich Heckel, Hans Hemmert, Antonius Höckelmann, Alfred Hrdlicka, Friedensreich Hundertwasser, Thaddäus Hüppi, Alex Katz, Herbert Kitzel, Anna Köpnick, František Kupka, Fernand Léger, Martin Liebscher, François Morellet, Jan Nelson, Johannes Olsson, Hermann Max Pechstein, Erwin Pfrang, Camille Pissarro, Hans Purrmann, Arnulf Rainer, Adolfo Riestra, Elisabeth Sabala, Salomé, Bernard Schultze, Michel Sima, Karl Christian Sparmann, Robert Sterl, Donna Stolz, Norbert Tadeusz, Monica Tap, Jean Tinguely, Tomi Ungerer, Walter Wörn, Erwin Wurm
Freizeit und Freiheit
Les Loisirs (Die Freizeit) heisst eine Tuschezeichnung des französischen Kubisten Fernand Léger (1881–1955), die er im Jahr 1944 schuf. Mitten im Krieg widmet er sich darin dem vergleichsweise jungen Phänomen der Freizeit und seiner Sehnsucht nach Frieden, Unbeschwertheit und Mussestunden für alle. Das Forum Würth Rorschach zeigt eine Ausstellung, die sich mit diesem Thema befasst: Freuden und Herausforderungen, welche Freizeitaktivitäten, ob Sport oder Spiel mit sich bringen. Schliesslich bietet uns dieser Zeitvertreib nicht nur Bewegung und willkommene Abwechslung im Alltag, sondern auch wichtige Freiräume für neue Impulse sowie Inspirationen und spielt somit eine wichtige Rolle im kreativen Prozess.
Kunst als Spiel- und Sportplatz
Zerstreuungen jenseits festgelegter Spielregeln, das Sich-Treibenlassen in unbekümmerter Freiheit, Tagträume, Chillen oder Herumalbern prägen unser Freizeitverhalten und finden ihren Ausdruck in vielfältigen künstlerischen Formulierungen. Ist die Kunstwelt am Ende vielleicht sogar der ultimative Spielplatz? Die Ausstellung beschäftigt sich mit professionellen wie alltäglichen sportlichen Aktivitäten, wie Schwimmen, Segeln oder Radfahren. Darüber hinaus folgt sie den Künstler:innen an solch ausgefallene Freizeitstätten wie Manege, Stierkampfarena oder Pferderennbahn und widmet sich dem Mysterium des Spiels als schöpferischer Erfahrung – vom kindlichen Vergnügen bis zum Gesellschaftsspiel.
Leidenschaft für den Sport
Nicht umsonst waren so viele Kunstschaffende – von Marcel Duchamp über Man Ray und Max Ernst bis hin zu Alfred Hrdlicka und François Morellet – dem stets mit einer Prise Genialität umwehten Schachspiel ähnlich leidenschaftlich zugetan wie dem etwas brachialeren Boxkampf. Schliesslich wendet sie sich der Ästhetik des Zu-Fuss-Unterwegsseins zu, denn im Gehen, erschliesst sich uns der (künstlerische) Zugang zur Welt. (Sammlung Würth)
