Vom 1. bis 6. September 2026 widmet sich das Internationale Festival für Animationsfilm Fantoche in Baden Geschichten über Freundschaft und Einsamkeit, Krieg und Erwachsenwerden, virtuelle Realitäten und die Suche nach Zugehörigkeit. Mal poetisch und leise, mal düster, verspielt oder schwarzhumorig erzählen die Filme davon, was Menschen und andere Wesen zusammenhält, wenn vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten.
Zwischen Weltuntergang und Wunderland
Freundschaften auf Bewährung
In vielen Filmen werden Freundschaften, Wahlverwandtschaften und Zweckgemeinschaften zur entscheidenden Überlebenshilfe. WE ARE ALIENS erzählt von einem scheuen Jugendlichen und seinem exzentrischen Schulfreund, während FORGOTTEN ISLAND zwei Mädchen Jahre nach ihren gemeinsamen Kindheitsträumen auf eine mythische Insel führt. In MISS MOXY muss sich eine verwöhnte Hauskatze mit einem Hund und einer alternden Schwalbe verbünden, um ihren Weg nach Hause zu finden.
Bedrohte Welten und neue Wirklichkeiten
Apokalyptische Szenarien und virtuelle Realitäten prägen einen grossen Teil des Programms. ALL YOU NEED IS KILL verbindet Alien-Invasion und Zeitschleife, JUNK WORLD entwirft eine groteske Zukunft voller Brüche im Raum-Zeit-Kontinuum. Im Eröffnungsfilm LIGHT PILLAR flüchtet sich ein einsamer Mann aus einer heruntergekommenen chinesischen Filmstadt in digitale Welten. ANGEL’S EGG von Mamoru Oshii ergänzt das Programm als bildgewaltiger Anime-Klassiker über Einsamkeit, Glauben und Verlust.
Schwarzer Humor und Familienabenteuer
Auch komische und fantasievolle Stoffe finden ihren Platz. In JIM QUEEN fürchtet ein schwuler Influencer nach einer mysteriösen Virusinfektion, langsam heterosexuell zu werden. NOBODY schickt tierische Aussenseiter als selbst ernannte Held auf einen turbulenten Roadtrip. Für ein jüngeres Publikum verbinden BORN IN THE JUNGLE, LUCY LOST und CARMEN, L’OISEAU REBELLE Abenteuer, Fantasy und Coming-of-Age zu farbenreichen Geschichten über Mut, Herkunft und Zugehörigkeit.