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Berner Kammerorchester | 75-Jahre-Jubiläum

Ein klassisch-jazziges Programm und eine Uraufführung des Komponisten Martin Streule gaben dem Jubiläumskonzert des Berner Kammerorchesters eine beschwingte Feststimmung. Glückwünsche zum 75-jährigen Bestehen des BKO!

Jubiläumskonzert
Das Berner Kammerorchester feiert in der Saison 2013/14 sein 75-jähriges Bestehen mit einer Reihe spezieller Aufführungen. Das Jubiläumskonzert des BKO sorgte am 5. Dezember 2013 mit klassisch-jazzigen Orchesterklängen für Feststimmung. Eröffnet wurde das Konzert mit Melodien aus Bernsteins erstem Musical «On the Town», um danach dem Schweizer Komponisten Martin Streule ein Podium für eine ebenso jazzig-rassige Uraufführung zu bieten: «Voices, Dances and a Winter’s Night» heisst die vielschichtige Auftragskomposition, in Anspielung an das Festkonzert. Mit Emilie Rupp als Solistin bot das Stepptanz-Konzert von Morton Gould eine überraschende stilistische Bereicherung im Programm. Gershwins «Rhapsody in Blue», mit Florian Uhlig am Klavier, und «An American in Paris» rundeten den vergnügten Abend vor ausverkauftem Haus ab.

Berner Kammerorchester
Das Berner Kammerorchester geht auf den Spielkreis für Streichmusik zurück, der am 24. August 1938 in der Schulwarte in Bern gegründet wurde. Zu Beginn bestand das Orchester aus ambitionierten Laien, die sich wöchentlich zum Proben trafen. Von Anfang an war es das Konzept der Initianten und des Dirigenten, sich neben der «Streichmusik» alter Meister auch mit moderner Musik für Streicher auseinanderzusetzen. Paul Hindemith und Willy Burkhard sind die ersten zeitgenössischen Komponisten, die gespielt wurden. 1940 wurde das Ensemble in «Berner Kammerorchester» umbennant. Eindrücklich, was das Orchester in den 50er und 60er Jahren künstlerisch zu leisten vermochte. Wie ein «who-is-who» der internationalen Musikgrössen liest sich die Liste der Solistinnen und Solisten, die mit dem Berner Kammerorchester aufgetreten sind: von Ida Haendel über Arthur Grumiaux oder Dietrich Fischer Dieskau bis zu Yehudi Menuhin taucht ein illustrer Name nach dem anderen in den Programmen auf. 1973 trat der Dirigent Hermann Müller, der das Orchester 25 Jahre lang künstlerisch aufgebaut und geprägt hat, zurück. Bis in die späten 90er Jahre leitete dann der Westschweizer Jean-Pierre Moeckli das Orchester. Das BKO, anfänglich als reines Streicherensemble konzipiert, hat bereits sehr früh für die Aufführung gewisser Werke Bläser beigezogen. Mit der Zeit hat sich die sogenannte Mannheimer Besetzung etabliert, ein Orchester also, das neben rund 20 Streichern aus je doppelt besetzten Holzbläsern und Hörnern besteht.

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