Zürich | 100 Jahre Dada und Cabaret Voltaire

1916 wurde an einem Februarabend an der Spiegelgasse 1 in Zürich das Cabaret Voltaire aus der Taufe gehoben. Ein Urschrei, der bis heute nachhallt: Das Cabaret Voltaire wurde zum Schmelztiegel für Nationalitäten, Kunstgattungen und Stile. Im hundertsten Jubiläumsjahr heisst es nun: Dada, Dada, Dada!

Energieeinheit Obsession
Dada feiert ein Jahrhundert der Existenz: Mit 165 Feiertagen und einer Manifestation der Obsession Dada in den drei Themenbereichen Dadalogie, Akademie und Kunst. Erklärtes Ziel der Organisatoren ist es, «durch dieses Ritual eine Transformation des Cabaret Voltaire zu erreichen und es zu dem zu machen, was es vor hundert Jahren war – eine Künstlerkneipe, ein freier Ort der zeitgenössischen Kunst!» Den Schwung dafür hole man sich bei den Dadaisten. Man lasse sich von ihnen inspirieren und lerne von ihnen, mit Philosophen über Gesellschaft und Kunst nachzudenken und mit Künstlerinnen und Künstlern die Energieeinheit Obsession zu entzünden.

Agentur für geistige Gastarbeit
In der Krypta des Cabaret Voltaire sitzt die Ausstellung «Obsession Dada». Sie basiert auf Dokumenten aus dem Archiv des grossen Kurators Harald Szeemann. Für «Obsession Dada» werden Dokumente über das Museum der Obsessionen und die Agentur für geistige Gastarbeit publiziert. Mit einer raumgreifenden Installation, konzipiert von Una Szeemann, wird eine Bühne für Obsessionen geschaffen, die wöchentlich mit Performances, Lesungen und Manifesten bespielt wird.

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