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Aargauer Kunsthaus | Graeser – Floyer – Nünlist

Der Genfer Camille Graeser (1892–1980) gilt als Wegbereiter der konstruktiv-konkreten Kunst der Nachkriegszeit.

Zudem sind die englische Konzeptkünstlerin Ceal Floyer und der Aargauer Zeichner und Maler Jos Nünlist zu entdecken.

Camille Graeser und die Musik
Die Werke von Camille Graeser bilden im Aargauer Kunsthaus einen Sammlungsschwerpunkt. Für die aktuelle Ausstellung konnte das Museum auf die Bestände der Camille Graeser Stiftung, des Kunstmuseums Stuttgart sowie auf hochkarätige Leihgaben zurückgreifen. Als Mitglied der Zürcher Konkreten zählt der gebürtige Genfer Graeser zu den zentralen Sammlungspositionen des Aargauer Kunsthauses. Im Fokus der Ausstellung «Camille Graeser und die Musik» stehen die zwischen 1947 und 1955 entstandenen «Loxodromischen Kompositionen». Die Werkgruppe umfasst rund siebzig Gemälde, Zeichnungen und Ideenskizzen. An ihnen lässt sich Graesers künstlerische Auseinandersetzung mit den Rhythmen und Klangmustern von Musik ablesen. Geometrische Formen und Balkenkonstruktionen fügen sich zu dynamischen, rhythmisierten Bildkompositionen. Als Inspiration dienten dem Künstler unter anderem die Kompositionen von Johann Sebastian Bach (1685–1750) und Paul Hindemith (1895–1963), wie auch das Konzept der Zwölftonmusik von Arnold Schönberg (1874–1951).

Ceal Floyer und Jos Nünlist
Neben Camille Graeser zeigt das Aargauer Kunsthaus zwei weitere Ausstellungen: Zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Druckgrafiken des Aargauer Zeichners, Malers und Lyrikers Jos Nünlist (1936–2013) sowie Installationen der 1968 geborenen britischen Konzeptkünstlerin Ceal Floyer. Ihre Werke, von subtiler Ironie durchdrungen, bestechen durch ihre ebenso schlichte wie sinnliche Präsenz. Als zentrales Element ihrer installativen Klang-, Licht-, Video- und Papierarbeiten erweist sich die Verbindung zur Sprache. Der Aargauer Zeichner, Maler und Lyriker Jos Nünlist galt zeitlebens als stiller Schaffer. Während seine präzisen Tuschzeichnungen an textiles Gewebe und kalligrafische Schriftbilder erinnern, weisen seine Aquarelle pastose Farbverläufe auf. Die Gemälde sind mal haptisch und mal grafisch reduziert. Ein Tor, eine Linie, ein Kreuz, eine menschliche Silhouette – es sind einfache, pointierte Formen, die der Künstler für seine Aussagen findet. Viele seiner Bildideen und Gedichte nehmen im Rahmen seiner Tagebücher erstmals Gestalt an. Jedes Blatt, jeder Text ist das Resultat eines sorgfältig reflektierten Entstehungsprozesses.

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