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Nidwaldner Museum | Winkelriedhaus | Rudolf Blättler - Skulptur

Eine Zusammenkunft im Pavillon des Winkelriedhaus. Rudolf Blättlers Skulpturen scheinen im Dialog miteinander zu sein.

Rudolf Blättler ist Bildhauer, Zeichner und Maler. Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit steht die Skulptur als solche im Zentrum seiner Aufmerksamkeit. Sein Hauptinteresse gilt der menschlichen Figur, ihrem Körper und ihrem Sein, und damit den Fragen und Widersprüchen des Lebens überhaupt.

Die Figur
In seinem Schaffen erkundet er immer wieder Phänomene des Übergangs zwischen aussen und innen, Auftauchen und Verschwinden, Licht und Dunkel. Seit den mittleren 1980er Jahren steht die weibliche Figur als Urform der Skulptur im Mittelpunkt seiner Kunst, ab 1995 schafft er zahlreiche Skulpturen zum Thema Mann und Weib. In den letzten Jahren widmet sich Rudolf Blättler nun der Figur des Mannes. Allen Werken gemeinsam ist eine innewohnende Ambivalenz, ein Sowohl-als-auch: Weibliches und Männliches schliessen sich gegenseitig nicht aus, eine Umarmung kann zur Umklammerung, der Kuss zum Biss werden.

Das Leben
Rudolf Blättler (*1941 in Kehrsiten NW) lebt und arbeitet in Luzern. Von 1965 bis 1971 besuchte er die Kunstgewerbeschule Luzern sowie Akademien in Wien und Rom. Nebst einem Aufenthalt in Krakau von 1974 bis 1975 reiste er in den 1970er Jahren in die USA, nach Südamerika und Griechenland. Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so etwa im Kunstmuseum Luzern, im Museum im Bellpark Kriens oder an der Art en plein air in Môtiers. Neben dem Eidgenössischen Kunststipendium in den Jahren 1977 und 1978 erhielt er 1996 für sein Schaffen den Kunstpreis der Stadt Luzern und 2003 den Prix Meret Oppenheim vom Bundesamt für Kultur. Seine Werke sind in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

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