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Graffitikünstler Domenic Lang | Ein Portrait

Der St.Galler Domenic Lang hat über Graffiti den Sprung in die zeitgenössische Kunst geschafft. Er will eigenständig bleiben, auch wenn der Kunstmarkt gegenwärtig alles kaufe, was von der Graffitiszene auf den Markt geworfen werde.

Zwischen Graffiti und Lego
Mit 16 Jahren hat Domenic Lang, Jahrgang 1984, die ersten Graffiti-Buchstaben, sogenannte Styles, gezeichnet und mit ihnen ganze Skizzenbücher gefüllt. Diese hat er später in Zürich, «legal», wie er betont, auf grosse Wände gesprayt. Für seine Maturaarbeit hat ihm die Stadt Dübendorf sogar sechs Unterführungen zum Besprayen zur Verfügung gestellt. Heute arbeitet Domenic Lang mit den verschiedensten, teilweise unkonventionellen, Materialien und hat den Sprung in die Museen geschafft. Neben seiner künstlerischen Arbeit unterrichtet er bildnerisches Gestalten.

The Job
Exemplarisch für den Werdegang von Domenic Lang ist das Acrylbild «The Job». Darin setzt er sich mit seinem Beruf und dem künstlerischen Werdegang auseinander. Die Ambivalenz zwischen dem Anzug tragenden Banker und der Tätigkeit mit der Spraydose steht im Zusammenhang mit dem Beruf als Zeichnungslehrer und dem Werdegang des Künstlers. Auf der einen Seite die zum Teil stark strukturierten Abläufe als Kunstvermittler und auf der anderen Seite die fast unbegrenzten Entfaltungsmöglichkeiten als Gestalter und Künstler.

Künstlerische Freiheit
Die Konzeption seiner Werke geschieht meistens anhand von Fotografien. Das Testen neuer Materialien und Arbeitstechniken bis hin zu Stickereien beeinflusst die Motivwahl und Vorgehensweise bei der Entstehung neuer Werke. Domenic Lang: «Ich habe das Glück, dass mich die Galeristin der nächsten Ausstellung frei arbeiten lässt und zu hundert Prozent hinter meinen Arbeiten steht. So kann ich experimentieren und mich weiterentwickeln.»

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