Nicht die Masse, sondern die Präzision fällt auf: Die Schweizer Beteiligung an der Berlinale 2026 konzentriert sich auf wenige, dafür markante Beiträge – von einem dokumentarischen Langzeitprojekt im Panorama Dokumente bis zu einer fantastischen Schweizer Schauspielerin im internationalen Spielfilmprogramm.
Schweizer Präsenz an der Berlinale 2026
- Publiziert am 10. Februar 2026
Von TRISTAN FOREVER bis Luna Wedler im Film ALLEGRO PASTELL: Die Schweiz ist an der Berlinale 2026 dokumentarisch wie darstellerisch präsent.
Panorama: Internationale Spielfilme mit Schweizer Koproduktion
Im Panorama-Programm sind mehrere internationale Spielfilme mit Schweizer Koproduktionsbeteiligung vertreten. Mit TRISTAN FOREVER feiert eine Dokufiktion von Tobias Nölle und Loran Bonnardot ihre Weltpremiere im Panorama-Dokumente-Programm. Der Film begleitet einen Arzt auf der abgelegenen Insel Tristan da Cunha und erzählt von Leben, Arbeit und Isolation an einem der entlegensten Orte der Welt. Produziert wurde der Film mit Schweizer Beteiligung unter anderem von hugofilm features, SRF und ARTE. ENJOY YOUR STAY von Dominik Locher erzählt die Geschichte einer philippinischen Reinigungskraft und wurde als Schweizer Koproduktion mit Close-up Films realisiert. Ebenfalls im Panorama zu sehen ist THE EDUCATION OF JANE CUMMING, ein Drama mit deutsch-schweizerisch-englischer Koproduktion, das die internationale Zusammenarbeit des Schweizer Filmschaffens unterstreicht. Dokumentarisch ergänzt wird das Panorama durch SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF, eine Schweizer Koproduktion von Dschoint Ventschr über die US-amerikanische Autorin Siri Hustvedt.
Berlinale Shorts & Generation: Schweizer Kurz- und Animationsfilm
Auch im Kurzfilmbereich ist die Schweiz präsent. TAXI MOTO von Gaël Kamilindi läuft im Wettbewerb der Berlinale Shorts und entstand mit Schweizer Beteiligung durch Adok Films. Im Generation Kplus-Programm feiert der Animationskurzfilm BATS & BUGS von Lena von Döhren seine Weltpremiere – eine Schweizer Produktion, die sich an ein junges Publikum richtet.
Forum Special: RIVER DREAMS
Im Forum Special ist mit RIVER DREAMS ein Debütfilm von Kristina Mikailova vertreten. Der Film entstand in Koproduktion mit der Schweizer Firma Mira Film und ergänzt die Schweizer Präsenz im experimentelleren Festivalbereich.
Schweizer Filmschaffende in internationalen Produktionen
Neben eigenen Produktionen sind Schweizer Filmschaffende auch in internationalen Projekten präsent. Dazu zählen Crew-Beiträge am Film FILIPIÑANA sowie die Schauspielbeteiligung von Luna Wedler im Panorama-Spielfilm ALLEGRO PASTELL, einer Literaturverfilmung nach dem Roman von Leif Randt über eine scheinbar perfekt funktionierende Fernbeziehung.
Fazit
Die Berlinale 2026 zeigt die Schweizer Präsenz in ihrer ganzen Bandbreite: von dokumentarischen Langzeitbeobachtungen über internationale Spielfilmkoproduktionen bis hin zu Kurz- und Animationsfilmen. Schweizer Filmschaffende sind nicht nur sichtbar, sondern auf unterschiedlichen Ebenen aktiv beteiligt – als Produzent:innen, Regisseur:innen, Animator:innen und Schauspieler:innen.