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Kino | The Queen and I

Zwei sehr unterschiedliche iranische Frauen im Exil sind im Gespräch: die iranische Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani und die ehemalige Königin Irans Farah Pahalavi.

Synopsis: Fast 30 Jahre nach der iranischen Revolution gegen das Regime des Shahs erhält die nach Schweden geflüchtete Filmemacherin Nahid Persson die Möglichkeit, über Farah, die Frau des Shahs, einen Film zu drehen. Für beide, für die Königin wie für Nahid Persson, ist es ein schwieriges Unterfangen; denn die Vergangenheit wiegt schwer. Trotz Ängsten und Vorurteilen gelingt es jedoch, eine Kommunikation aufzubauen, die bald freundschaftliche Züge trägt: das Schicksal des Exils, die Sehnsucht nach der Heimat und der Wunsch einer besseren Zukunft für den Iran verbinden die beiden Frauen. Regie & Crew: Nahid Persson Sarvestani dreht unermüdlich Filme über die Rolle der Frau in der islamischen Republik. Für ihren preisgekrönten Film «Prostitution Behind The Veil» (2004) musste sie bereits Geheimdienstbefragungen und Verhaftung in Kauf nehmen.

art-tv-Wertung: Es ist immer wieder erstaunlich: die ersten versöhnlichen Stimmen nach einem Konflikt sind oft die Stimmen von Frauen! In diesem ergreifenden Dokumentarfilm wagt die Exil-Iranerin Nahid Persson mit einer ganz anderen Frau im Exil Kontakt aufzunehmen: der einstigen Königin Irans: Farah Pahalavi. Persson selbst war an der Revolution beteiligt und gegen das Shah-Regime tätig. Der Film dokumentiert auf selbstreflexive Art die Suche nach einem aufklärenden Gespräch zwischen den beiden Frauen; Gefühl und Verstand stehen dabei oft im Widerstreit. Fazit: Mit diesem galant kritischen Film vertritt die iranische Filmemacherin ein wichtiges Anliegen ihres Volkes: Versöhnung auf menschlicher Ebene.

Isabel Rohr

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