Mit einer hochkarätigen Besetzung, perfekt nostalgischen Kulissen und einem sorgfältig ausgewählten Soundtrack bietet JUSTE UNE ILLUSION dem Publikum eine Familienchronik einer jüdischen Mittelstandsfamilie – angesiedelt in den Tagen kurz vor der Bar Mizwa des 13-jährigen Vincent, dem jüngsten Sohn.
JUSTE UNE ILLUSION – Eine nostalgische Reise ins Erwachsenwerden
Das Duo Nakache–Toledano zeigt einen von Nostalgie und Humor geprägten Ausflug in die 80er-Jahre, getragen von erstklassigen Vintage-Soundtrack!
JUSTE UNE ILLUSION | SYNOPSIS
1985, Vincent, bald 13 Jahre alt, lebt in einem Pariser Vorort in einer Familie der Mittelschicht – zwischen einem distanzierten grossen Bruder und Eltern, die sich ständig streiten. Während er schon kein Kind mehr ist und noch kein Erwachsener, begleitet der Film seine Gedanken und Zweifel über Identität, Freundschaft und Familie sowie seine Fragen zu Religion, Begehren und Liebe.
INTERVIEW
Olivier Nakache für uns getroffen hat Matthieu Mathé
Wie ist Ihr Film entstanden?
Es ist die Geschichte eines Lebensabschnitts eines Jugendlichen im Jahr 1985. Ein Alter, in dem alles intensiv ist: die Emotionen, die Hormone, die ersten existenziellen Fragen … und vor allem dieses grosse Bedürfnis, vom anderen gesehen zu werden.
Warum haben Sie sich entschieden, gerade diese Phase der Jugend zu erzählen?
Eigentlich sind wir eher nostalgisch gegenüber unserer eigenen Jugend als gegenüber einer bestimmten Epoche. Wir wollten in diesen Moment zurückkehren, eine Geschichte aus der Perspektive eines 13-Jährigen erzählen und verstehen, warum diese Zeit so prägend ist – manchmal mehr als andere Lebensabschnitte.
Ist Ihr Film autobiografisch?
Ja, es ist wahrscheinlich der persönlichste Film, den wir gemacht haben. Es ist kein Dokumentarfilm, aber wir haben viel von uns selbst in die Figuren, die Situationen und die Emotionen eingebracht.
Wie haben Sie Ihren jungen Hauptdarsteller gefunden?
Wir haben fast 2000 Jungen gesehen. Simon Boulbil kam sehr spät im Casting dazu, als wir schon darüber nachdachten, den Dreh zu verschieben. Er hatte etwas sehr Seltenes: Er ist noch ein Kind, ohne schon ganz ein Jugendlicher zu sein. Genau das haben wir gesucht.
Was hat Sie an ihm besonders überzeugt?
Er hat diese Authentizität im Blick, diese Zerbrechlichkeit, die in diesem Alter sehr schwer einzufangen ist. Und ausserdem ist er ein grossartiger Schauspieler. Er verkörperte perfekt diesen Übergangsmoment, den wir erzählen wollten.
Warum haben Sie Camille Cotin, Louis Garrel und Pierre Lottin ausgewählt?
Wir haben die Rollen für sie geschrieben. Dieser Film ist auch eine Art Hommage an unsere Eltern. Jetzt, wo wir selbst Eltern geworden sind, erkennen wir die Opfer, die sie für uns gebracht haben. Es war eine Art, ihnen Danke zu sagen.
Video zum Interview auf Instagram