Wer ist dieser lustige Clown? Ausgehend von dieser Frage erkundet der Filmemacher, Oliver M. Meyer, in seinem Dokumentarfilm-Projekt das Leben und die Karriere eines der letzten grossen Circusclowns: «Gaston». Gaston Häni entstammt einer traditionellen Artistenfamilie und sein komisches Talent wurde Gaston sozusagen in die Wiege gelegt; schon sein Grossonkel war der legendäre Clown Andreff.
GASTON – LAST CLOWN STANDING
GASTON – LAST CLOWN STANDING | SYNOPSIS
Der Dokumentarfilm mit Clown Gaston geht der Frage nach, woher kommen die komischen Figuren im Theater, Circus und Film und wie hat sich die Komik und Humor im Laufe der Zeit entwickelt. Gespräche über Komik, das Lachen und den Narren mit Dimitri, Gardi Hutter und Emil Steinberger. Eine dokumentarische Reise auf der Suche nach der verlorenen Komik und Hommage an einen grossen Circus Clown, einer der Letzten seiner Art.
Ein Leben für die Manege
Gaston Häni (1951–2023) wuchs in einer Artistenfamilie auf und wurde als «dummer August» zu einem der bekanntesten Schweizer Circusclowns. Sein Grossonkel und Vorbild war der legendäre Clown Jean Andreff. Gaston trat bei Knie, Nock, Roncalli und Conelli auf und bildete während vieler Jahre mit Rolf Knie ein erfolgreiches Duo. Ihre Nummer «Der Boxkampf» wurde beim Circus Festival von Monte Carlo ausgezeichnet. Noch auf seiner letzten Schweizer Tournee mit dem Circus Nock zeigte sich, was seine Kunst ausmachte: präzises Timing, grosse körperliche Komik und die Fähigkeit, mit wenigen Gesten ein Publikum für sich einzunehmen.
Eine Kunstform verschwindet
Oliver Matthias Meyer verbindet Gastons persönliche Geschichte mit einem Blick auf die Tradition der Clownerie. Archivaufnahmen treffen auf Begegnungen mit Dimitri, Gardi Hutter und Emil Steinberger, die über Humor, das Lachen und ihr eigenes Verständnis von Komik sprechen. So ist GASTON – LAST CLOWN STANDING mehr als das Porträt eines einzelnen Künstlers: Der Film hält eine Circuswelt fest, deren Figuren und Rituale zunehmend verschwinden – und bewahrt zugleich die Erinnerung an einen Clown, der sein Publikum über Jahrzehnte zum Lachen brachte
Fazit
Eine warmherzige Hommage an Gaston und zugleich ein liebevoller Abschied von einer Circuskunst, die immer seltener wird. Sehr empfehlenswert!
