Der Schweizer Erfolgsregisseurin gelingt erneut ein sozial engagiertes Drama von grosser Wucht – diesmal über Schuld, Fürsorge, Demenz und die Möglichkeit innerer Veränderung. Volpe entwickelte den Film während mehr als zehn Jahren und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Esther Bernstorff. Im Zentrum steht die «transformative Kraft von Mitgefühl»: Ein Mensch beginnt aus Berechnung zu helfen und entdeckt dabei eine Form von Nähe, Verantwortung und möglicherweise auch Erlösung.
FRANK & LOUIS – Mitgefühl hinter Gittern
FRANK & LOUIS | SYNOPSIS
Frank (Kingsley Ben-Adir), ein Mann in den Vierzigern, verbüsst eine lebenslange Haftstrafe – mit der Aussicht auf Bewährung. Um die brutale Realität des Gefängnisalltags zu ertragen, hat er sich emotional abgeschottet. Als er in eine neue Einrichtung verlegt wird, beschliesst er, sich den Yellow Coats anzuschliessen – einem Programm, in dem Häftlinge an Alzheimer und Demenz erkrankte Mitinsassen zu betreuen – in der Hoffnung, durch dieses Engagement die Chancen auf Bewährung zu erhöhen. Die Arbeit ist fordernd, doch Frank entwickelt eine unerwartete Beziehung zu einem seiner Patienten, Louis Nelson (Rob Morgan), einem Mann, der einst für seine Macht und Autorität gefürchtet wurde. Ihn zu pflegen bringt Frank an seine körperlichen und emotionalen Grenzen.

Für uns gesehen hat den Film Madeleine Hirsiger. Ihre Kritik liest du an dieser Stelle ab dem 10. August 2026.
FRANK & LOUIS – WO HÄRTE AUF FÜRSORGE TRIFFT
Thematisch erinnert FRANK & LOUIS an HELDIN: Wieder interessiert sich Volpe für Care-Arbeit unter extremen institutionellen Bedingungen. Während HELDIN den Druck auf eine Pflegefachfrau im Spital zeigte, verlagert FRANK & LOUIS die Fürsorge in ein Hochsicherheitsgefängnis. Besonders reizvoll ist, dass Pflege hier mit Macht, männlicher Härte und Abhängigkeit kollidiert. Die Kamera führte Judith Kaufmann, die bereits bei HELDIN mit Volpe zusammengearbeitet hatte. Hansjörg Weissbrich verantwortete den Schnitt, Oliver Coates die Musik. Der grösste Teil des Drehs entstand in einem stillgelegten Gefängnis in Shrewsbury in England; weitere Aufnahmen wurden in Winterthur realisiert. Es handelt sich um eine schweizerisch-britische Koproduktion von Zodiac Pictures und Caspian Films gemeinsam mit SRF und SRG SSR.