Mit FOLICHONNERIES legt der kanadische Regisseur Eric K. Boulianne einen Film vor, der sich ebenso leichtfüssig wie melancholisch zwischen Wirklichkeit und Wunschdenken bewegt. Was zunächst wie eine schrullige Alltagskomödie anmutet, entpuppt sich als feinsinnige Studie über Einsamkeit, Selbsttäuschung und die kleinen Fluchten, die uns am Leben halten.
FOLICHONNERIES – Wenn die Fantasie die Realität überholt
Eine bittersüsse Komödie über Eskapismus, unerfüllte Sehnsüchte und die tröstliche Kraft der Einbildung
FOLICHONNERIES | SYNOPSIS
François und Julie sind seit 16 Jahren ein Paar und haben zwei Kinder – doch die intime Nähe zwischen ihnen ist verloren gegangen. Also beschliessen sie, ihre Beziehung zu öffnen, um sich in sexuelle Abenteuer zu stürzen, durch die sie sich selbst besser kennenlernen... Aber so einfach kann es doch nicht sein, oder?
Schon mal so viel – fünf Gründe, warum FOLICHONNERIES als Komödie funktioniert:
Peinlich genaue Alltagsbeobachtungen
Der Film trifft Situationen, die man selbst schon erlebt hat — misslungene Smalltalk-Versuche, unbeholfene Annäherungen oder sozial awkward Momente. Man lacht, weil es schmerzhaft vertraut ist.
Trockener, lakonischer Humor
Statt lauter Gags setzt Eric K. Boulianne auf Understatement. Pointen entstehen aus Pausen, Blicken oder beiläufigen Bemerkungen — ein Humor, der sich erst im Nachhall entfaltet.
Absurde Fantasieeinschübe
Die Tagträume der Hauptfigur kippen immer wieder ins leicht Surreale. Diese unerwarteten Verschiebungen der Realität sorgen für komische Überraschungen, ohne den Film zur reinen Klamotte zu machen.
Selbstironie statt Spott
Gelacht wird nie über andere, sondern mit der Figur — oder über ihre Selbsttäuschung. Dadurch bleibt der Humor warmherzig und menschlich statt zynisch.
Timing und Körpersprache
Viel Komik entsteht nonverbal: aus unbeholfenen Bewegungen, zu langen Pausen oder Blicken ins Leere. Gerade dieses präzise Timing macht viele Szenen gleichzeitig komisch und berührend.
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