Szene

52. Solothurner Filmtage | «Art mon amour»

Kunst- und Filmschaffende werfen sich seit der Erfindung der bewegten Bilder die Bälle zu.

Der «Fokus» der 52. Solothurner Filmtage beschäftigt sich mit der Darstellung von Kunst im Film. Gleichzeitig präsentiert das Aargauer Kunsthaus eine Ausstellung zum Thema Film in der Kunst.

Komplexe Beziehung
Filmschaffende richten ihre Kamera gerne auf die Kunst, den Kunstbetrieb, seine Macherinnen und Macher. Umgekehrt sind bildende Künstlerinnen und Künstler fasziniert von der Welt des Kinos und behandeln diese in ihren Werken. In einer thematischen Kooperation widmen die 52. Solothurner Filmtage und das Aargauer Kunsthaus den komplexen Beziehungen zwischen Kunst und Film ein Filmprogramm und eine Ausstellung.

Art mon amour: Kunst im Film
Der «Fokus» der 52. Solothurner Filmtage präsentiert rund zehn aktuelle, nationale und internationale Produktionen zum Thema Kunst im Film. Die Bandbreite des Programms Art mon amour reicht vom Biopic über Recherchen zum Kunstbetrieb bis zum Künstlerinnen- und Künstlerportrait. Mal überhöhend, mal entlarvend zeigen die Filme auf, wie Kunst entsteht oder wie der Kunstbetrieb funktioniert, und suchen sich dabei ihren eigenen künstlerischen Standpunkt. Film- und Kunstschaffende begleiten die Vorführungen mit Publikumsgesprächen. Der thematische Schwerpunkt wird am «Fokus-Tag» am Montag, 23. Januar 2017, in Diskussionen mit Fallbeispielen vertieft. Film- und Kunstschaffende aus dem In- und Ausland tauschen sich untereinander und mit dem interessierten Publikum aus.

Cinéma mon amour: Kino in der Kunst
Unter diesem Titel lädt das Aargauer Kunsthaus zu einer zwölfwöchigen Gruppenausstellung in Aarau. Sie zeigt Werke international renommierter Kunstschaffender wie Pierre Bismuth, Candice Breitz, Janet Cardiff & George Bures Miller, Stan Douglas oder Sam Taylor-Johnson, die sich mit unterschiedlichen Aspekten von Kino und Filmschaffen auseinandersetzen. Dabei reicht die Beschäftigung mit dem Thema Film weit über das Medium hinaus. Zeichnung, Malerei und Fotografie sind genauso vertreten wie raumfassende Video- und Filminstallationen. Inhaltlich reflektieren die Arbeiten Fragestellungen rund um das Filmbusiness, das Kino als Wahrnehmungsraum, Found Footage, spezifische Filme und Genres oder die Mechanismen des Films. Im Rahmenprogramm der Ausstellung werden unter anderem ausgewählte Filme aus dem Spezialprogramm der Solothurner Filmtage in Anwesenheit der beteiligten Film- und Kunstschaffenden gezeigt. Zudem erscheint zur Gruppenausstellung im Aargauer Kunsthaus eine thematische Publikation in Deutsch und Englisch.

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