Wenn auch dieses Jahr das rote Zirkuszelt auf dem Bauschänzli aufgebaut wird, gehört das für viele Zürcher:innen längst zur Vorweihnachtszeit wie die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse. Seit 1982 begeistert der Circus Conelli mit einer Mischung aus Artistik, Livemusik und festlicher Atmosphäre. Auch 2026 verspricht die Familie Gasser ein Programm mit waghalsiger Akrobatik, virtuosen Jongleuren, Breakdancern und einem Schweizer Künstler, dessen Rückkehr besonders erfreulich ist.
Circus Conelli 2026 – Zwischen Todesrad und Weihnachtszauber
- Publiziert am 14. Oktober 2026
Circus Conelli – eine Zürcher Weihnachtstradition
Der Circus Conelli gilt als erster Weihnachtscircus der Schweiz. Gegründet wurde er 1982 von Conny Gasser, der mit seiner Idee, mitten im Winter Zirkus zu machen, eine neue Tradition begründete. Die ersten Vorstellungen fanden auf dem Zürcher Sechseläutenplatz statt, seit 1992 ist das Bauschänzli an der Limmat sein festes Zuhause. Heute wird das Familienunternehmen von Roby Gasser gemeinsam mit seinen Söhnen Jeremy und Tyron geführt. Der Circus ist bekannt für seine hochkarätige internationale Artistik, sein Live-Orchester und die festliche Atmosphäre. Mit seinem unverwechselbaren roten Chapiteau gehört Conelli seit über vier Jahrzehnten zur Zürcher Vorweihnachtszeit.

Ein Schweizer Weltstar kehrt zurück
Für einen der Höhepunkte sorgt der Schweizer Spitzenjongleur Claudius Specht. Bereits 2022 stand er bei Conelli unter Vertrag, musste sein Engagement damals aber nach wenigen Vorstellungen wegen eines Innenbandrisses abbrechen. Nun kehrt der Publikumsliebling zurück in die Manege. Ebenfalls mit dabei ist Andrei Katkov, dessen aussergewöhnliche Handstand-Akrobatik zu den spektakulärsten Nummern des Programms zählt. So begehrt ist der Künstler, dass ihn die Familie Gasser bereits vor vier Jahren für die Saison 2026 verpflichtete. Eine poetischere Note bringt das Duo Unity ins Programm: Die deutsch-spanische Artistin Lea Toran Jenner und ihr kanadischer Partner Francis Perreault erzählen auf ihrem Cyr-Wheel eine artistische Liebesgeschichte.
Breakdance trifft auf chinesische Akrobatik
Dass zeitgenössische Tanzformen längst auch im klassischen Zirkus angekommen sind, beweist die eigens für Conelli zusammengestellte Formation Breakonnection. Aus 20 internationalen Top-Breakdancer:innen, die zu einem Casting ins Conny-Land eingeladen wurden, entstand eine Gruppe, die mit unkonventionellen Bewegungen und akrobatischer Körperbeherrschung für frische Energie sorgen soll. Traditioneller, aber nicht weniger anspruchsvoll, ist die chinesische Grossformation mit ihrer Kombination aus Vasenjonglage, Balancekunst und spektakulären Sprüngen. Die Choreografie wurde eigens für die Conelli-Manege einstudiert.
Nervenkitzel auf dem Todesrad
Für einen zusätzlichen Adrenalinschub dürfte das Duo Vanegas sorgen. Auf dem Todesrad, einer rotierenden Stahlkonstruktion, demonstrieren die beiden Artisten akrobatische Höchstleistungen, bei denen schon das Zuschauen schwindlig machen kann, zumal suf dem vergleichsweise kleinen Bauschänzli die Artistik besonders unmittelbar erlebbar wird. Begleitet werden die Darbietungen von einem 14-köpfigen Live-Orchester sowie einem Sänger und einer Sängerin.



