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Anthologie | Moderne Poesie in der Schweiz

Zur Frankfurter Buchmesse hat das Migros-Kulturprozent eine Lyrik-Anthologie mit Gedichten, Wort-Bildern, Mundart- und Songtexten aus allen vier Landessprachen vorgelegt. Ein Mammutprojekt, das viel mehr leistet, als die «Best of» der Schweiz zu versammeln.

Kein Kanon der Schweizer Poesie
Roger Perret, der neben seiner Tätigkeit als Herausgeber und Publizist als Projektleiter Darstellende Künste und Literatur bei der Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes arbeitet, liess sich bei der Auswahl und der Komposition der Texte von der Frage leiten, die in jedem Gedicht mitschwingt: Was ist Poesie? Es interessierte ihn nicht, einen Kanon der Schweizer Poesie zusammenzustellen, wie er im Gespräch sagt, obwohl grosse Namen wie Robert Walser, Erika Burkart, Philippe Jaccottet und Giorgio Orelli nicht fehlen dürfen. Vielmehr machte er sich auf die Suche nach Gedichten, die sich über ganz unterschiedliche Kategorien miteinander verbinden lassen.

Museum der modernen Poesie
Sein Vorbild sei dabei Hans Magnus Enzensbergers «Museum der modernen Poesie» (1960) gewesen; eine Sammlung, die bei ihm als Student durch ihren unkonventionellen und gewagten Zugang ein Initiationserlebnis ausgelöst habe. «Anthologien macht man nicht aus Anthologien», schreibt Perret in seinem aufschlussreichen und inspirierenden Nachwort; teils aphoristisch zugespitzt, teils analytisch ausbreitend arbeitet er die grossen Linien der Schweizer Lyrik im 20. Jahrhundert heraus. | Christine Lötscher (Textauszug, ganzer Artikel siehe Link unten)

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