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Kunstmuseum St.Gallen | Heilige, Wunder und Visionen

Engel, Kreuzigungen, Höllenfahrten und Heilige – die grösste Ikonensammlung der Schweiz befindet sich dank einer Schenkung der Familie Gürtler im Besitz des Kunstmuseums St.Gallen. Die moderne Inszenierung des Künstlers Gerwald Rockenschaub macht die Ausstellung auch für Nichtkirchengänger spannend.

Ikonensammler René und Lotti Gürtler
Das Kunstmuseum St.Gallen wurde 2013 mit einer ausserordentlichen Schenkung des Ehepaars René und Lotti Gürtler bedacht. Es vermachte seine erstrangige Sammlung, um sie in ihrer Gesamtheit zu erhalten, dem Kunstmuseum St.Gallen: über 150 Holz- und Metallikonen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, rund dreissig Kleinantiquitäten, eine kostbare slawische Handschrift und gotische Skulpturen. Während mehr als fünf Jahrzehnten hat das Ehepaar mit Akribie und Leidenschaft postbyzantinische Kultbilder zusammengetragen.

Zwischen Diesseits und Jenseits
Die Ikone – das griechische Wort Eikon (είκών) bedeutet Bild, Abbildung, Ebenbild – besitzt in der orthodoxen Kirche eine zentrale Bedeutung. Auf Wunderlegenden beruhend, fungiert sie als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits. Nach dem Zerfall des byzantinischen Reichs fand sie besonders in Russland, aber auch in Griechenland und auf dem Balkan eine vielfältige Weiterentwicklung. Die Darstellungsweise, die durch die geografische und politische Distanz von westlichen Einflüssen abgeschirmt war, präsentiert eine in sich geschlossene Bilderwelt mit einer starken bildhaften, narrativen Ausprägung.

Von Gerwald Rockenschaub in Szene gesetzt
Mit der umfangreichen Schenkung gelangte das Kunstmuseum schlagartig in den Besitz der grössten und bedeutendsten Ikonensammlung der Schweiz, die nun in der Ausstellung «Heilige, Wunder und Visionen» in einer Inszenierung des Künstlers Gerwald Rockenschaub erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

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