Alte Götter, neue Perspektiven: Das Hans Erni Museum bringt 24 Künstlerinnen zusammen, die sich mit Mythen und ihrer Bedeutung für die Gegenwart auseinandersetzen. Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft Bildender Künstlerinnen (SGBK), Sektion Bern/Romandie, verbindet historische Erzählungen mit zeitgenössischen Kunstpositionen und eröffnet neue Sichtweisen auf vertraute Geschichten.
Hans Erni Museum denkt den Mythos neu
24 Künstlerinnen beleuchten antike Motive aus weiblicher Perspektive und interpretieren sie in der zeitgenössischen Kunst neu.
Mit Werken von Beatrice Bader, Ruth Baettig, Claudia Bucher, Krystyna Diethelm, Cornelia Egli, Monika Feucht , Barbara Freiburghaus, Elisabeth Fux, Selina Gaillard, Barbara Gut, Brigitte Haas, Alexandra Haeberli, Barbara Hennig Marques, Karin Hofer, Patricia Jacomella Bonola, Christine Jenzer-Montet, Anne-Christine Kalbermatten, Monika Loeffel, Marina Ortelli, Maria Petrushina, Ruth Righetti, Verena Romanens, Sabina Schwaar und Cécile Stadelmann.
Die Ausstellung wird von einer Publikation und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet.
Mythos – neu gedacht
Bekannt sind die antiken Götter- und Heldensagen zum Beispiel von Homer oder Ovid. Sie sind Versuche früher Kulturstufen, Fragen nach dem Ursprung und dem Ende der Welt, der Entstehung der Götter und der Menschen und bestimmter Naturphänomene in Bildern und durch Personifikation darzustellen. Der Mythos lässt sich auch als Versuch erklären, Moralisches, Existenzielles, Grundsätzliches über den Menschen in Bezug auf sein Weltverständnis darzustellen. Aber auch in seiner zweiten Bedeutung bezeichnet der Mythos ein Weltverhältnis, das dem wissenschaftlich logischen wesentlich entgegengesetzt ist. Diese Ausstellung erforscht diese vielfältigen Interpretationen und Darstellungen des Mythos in der zeitgenössischen Kunst und regt so zur Diskussion an.
Verbindung zu Hans Erni
In der Gruppenausstellung eröffnen historische und moderne Mythenbilder ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart, Erzählung und Dekonstruktion, Symbolkraft und individueller Interpretation. Dabei geht die Schau vom Werk des Hauskünstlers aus: Hans Erni (1909–2015) war nicht nur ein herausragender Schweizer Künstler, sondern auch ein bildmächtiger Erzähler. Seine Werke sind tief durchdrungen von mythologischen Figuren, antiken Themen und humanistischen Idealen – oft in Verbindung mit Technik, Wissenschaft und dem Menschenbild des 20. Jahrhunderts.
