Das Spielfilmdebüt des Schweizer Regisseurs Nicolas Steiner zählt zu den eindrücklichen deutschsprachigen Kino-Highlights der Saison. Die tragikomische Geschichte über Begegnung, Verbitterung und kreative Befreiung feierte 2025 ihre Weltpremiere beim Shanghai International Film Festival und wurde als Eröffnungsfilm des Max-Ophüls-Preis-Festivals gezeigt. Der Film dürfte wohl das Spielfilm-Highlight der Solothurner Filmtage 2026 sein.
SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK?
Luna Wedler macht einmal mehr den Unterschied
Die Schweizer Schauspielern Luna Wedler macht auch diesen Film zum Ereignis. Mit grosser Klarheit, feinem Gespür für Zwischentöne und einer bemerkenswerten inneren Ruhe verleiht sie der Figur der Lena Jakobi eine glaubwürdige Mischung aus Empathie, Hartnäckigkeit und Verletzlichkeit. Nach ihren eindrücklichen Auftritten der letzten Jahre bestätigt sie auch in SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? ihren Status als eine der prägendsten Schauspielerinnen ihrer Generation im deutschsprachigen Kino. Jede Szene mit ihr gewinnt an Tiefe, jede Begegnung an Gewicht.
SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? | SYNOPSIS
Die junge Germanistikstudentin Lena Jakobi (Luna Wedler) übernimmt im Rahmen eines sozialen Projekts eine Schreibbegleitung. Ihr einziger Teilnehmer ist Hugo Drowak (Karl Markovics), ein verschlossener, verbitterter Mann am Rande der Gesellschaft, der jede Hoffnung auf Veränderung aufgegeben hat. Widerwillig lässt er sich auf die gemeinsamen Sitzungen ein, in denen Schreiben zum Mittel der Annäherung wird.
Während Lena versucht, Drowak für Sprache, Erinnerung und Poesie zu öffnen, treten Bruchstellen in seiner Biografie zutage. Schritt für Schritt entwickelt sich zwischen den beiden eine fragile Beziehung, in der sich die Frage stellt, ob kreative Arbeit und menschliche Zuwendung tatsächlich einen Neuanfang ermöglichen können.
