Der Osargewinner-Film, verweigert sich jeder klassischen Dramaturgie:.Kein triumphaler Sieg, keine kathartische Erlösung, keine eindeutige moralische Botschaft. Stattdessen zeigt ONE BATTLE AFTER ANOTHER Krieg als endlose Abfolge von Entscheidungen, die niemand wirklich gewinnt. Der Titel ist Programm: Jede Schlacht führt direkt zur nächsten – physisch, politisch und psychologisch. Ziemlich aktuell!
ONE BATTLE AFTER ANOTHER
Mit seinem radikalen Blick auf Gewalt, Trauma und Verantwortung gewinnt ONE BATTLE AFTER ANOTHER den Oscar als bester Film – und sorgt für Debatten.
ONE BATTLE AFTER ANOTHER | SYNOPSIS
Der abgehalfterte Revolutionär Bob (DiCaprio) fristet sein Dasein in einem Rausch aus Drogen und ständiger Paranoia. Eine der wenigen Konstanten in seinem Leben weit abseits der Gesellschaft ist seine temperamentvolle, unabhängige Tochter Willa (Infiniti). Als sein Erzfeind (Penn) nach 16 Jahren plötzlich wieder auftaucht und Willa verschwindet, macht sich der ehemalige Aktivist verzweifelt auf die Suche nach ihr. Vater und Tochter müssen sich dabei den Konsequenzen von Bobs einstigen Handlungen stellen...
Paul Thomas Anderson wagt sich nach "Inherent Vice" abermals an eine Verfilmung von Thomas Pynchons Romanen, in diesem Fall "Vineland". Dabei rausgekommen ist ein skurriler Actionthriller, der in der Tonalität zwischen origineller Komödie und politischer Empörung schwankt und in dem das Gaspedal stets durchgetreten wird.
Die Schlacht nach der Schlacht – Ein Oscarfilm über die Unmöglichkeit des Sieges
Der Film folgt einer Gruppe von Soldat:innen und Zivilist:innen, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Perspektiven wechseln, Gewissheiten bröckeln, und was zunächst wie eine klare Front erscheint, zerfällt zunehmend in individuelle Überlebensstrategien. Held:innen gibt es hier nicht – nur Menschen, die versuchen, mit den Konsequenzen ihrer Handlungen zu leben. Ein würdiger Oscar-Gewinner, wenn Er verweigert die Illusion, dass komplexe Gewaltkonflikte erzählerisch auflösbar wären. Stattdessen hinterlässt er Fragen – und die Erkenntnis, dass manche Schlachten nicht auf dem Schlachtfeld entschieden werden, sondern im Gedächtnis der Überlebenden.
Für uns gesehen hat den Film Fabian Seiler
