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Kino | Cirque du Freak, A Vampire's Assistant

Es ist zwar viel los im Mitternachtszirkus; doch über gut gemachtes Popcornkino kommt der Film, vor allem was die Story betrifft, nicht hinaus.

Synopsis: Der sechzehnjährige Darren (Chris Massoglia) ist ein mit sich selbst zufriedener Musterschüler. Allerdings hat er einen Unruhestifter als Freund (Josh Hutcherson). Zusammen besuchen die zwei den mysteriösen «Cirque du Freak». Der Frieden ist gestört, als Darren einem Vampir (John C. Reilly) die Spinne klaut, und bald muss er sich auch von seinem alten Leben verabschieden, da er halb Vampir ist. Plötzlich bleibt ihm keine andere Wahl, als Schutz zu suchen inmitten den zu Anfang verschmähten Freaks. Versehentlich hat er einen Krieg unter den Vampiren ausgelöst und muss mitkämpfen. Stars: Jungschauspieler Chris Massoglia («A Plumm Summer» 2007) lässt die Mädchenherzen wohl höher schlagen, sollte sich aber zur Entwicklung seines Talents bessere Filme suchen. Salma Hayek und William Defoe geniessen das Freak-Sein. John C. Reilly hat die guten Ansätze, aber die Rolle ist zu platt. Regie & Crew: Paul Weitz («About A Boy» 2002) verfilmt hier die erfolgreiche Vampir-Buchserie von Darren Shan.

art-tv-Wertung: Es gibt zwar Freaks verschiedenster Formen und Gestalten in diesem Film, nur ist alles, den gewollten Witz eingeschlossen, sehr klischeehaft; und das von Anfang bis Ende. «Cirque du Freak» ist keine Parodie auf Vampirfilme, dafür ist er zu nett und bedient die Klischees zu perfekt. Andererseits tut er sich auch als Teenie-Romanze schwer, da er so etwas wie ironische Ansätze zeigt und auch noch eine moralische Nachricht überbringen will: akzeptiert den Freak in euch und in den andern! Dieser Ansatz wäre spannend: Crepsley als Punk in der Vampirgesellschaft – also das Aussenseitertum im Diesseits wie im Jenseits! Nur ist es eben ein blosser Ansatz und kein Faden. Dieser Film will im Gegensatz zu einem Freak wohl zu vielen Seiten entgegenkommen, und man ist am Schluss nicht sicher, was man jetzt eigentlich gerade gesehen hat. Technisch ist er gut gemacht, und das abrupte Ende lässt auf eine geplante Folge schliessen. Fazit: «Cirque du Freak» ist schön angepasst verrückt – man muss sich in diesem Film bestimmt keine Sorgen um schwache Nerven oder moralische Grundsätze machen: es wird alles gut.

Isabel Rohr

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