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Kino | Botero - Geboren in Medellin

Ein sehenswertes Filmporträt über Fernando Botero. Nachdem der Regisseur Peter Schamoni bereits erfolgreich andere Künstler porträtierte, macht er auch den kolumbianischen Meister in seiner ganzen Komplexität dem Kinopublikum verständlich.

Synopsis: Biopic eines der bedeutendsten Künstler Lateinamerikas: der kolumbianische Maler und Bildhauer Fernando Botero. Eine echt vielschichtige Persönlichkeit. Sein unverwechselbarer Stil, den menschlichen Körper in überzeichneten Proportionen darzustellen, ist heute weltberühmt. Botero: «Der einzige Grund für einen Maler zu malen ist, seine eigene Welt zu schaffen. Die Realität gibt es ja schon – man muss eine geistige Parallelwelt malen, an der sich die Menschen erfreuen können. Wie Poesie, Musik, Literatur, die auch im Kopf des Künstlers entstehen».

Kritik: Der Regisseur Peter Schamoni (73) hat schon Filmporträts von Caspar David Friedrich, Max Ernst, Niki de Saint Phalle und Friedensreich Hundertwasser erfolgreich auf die Leinwände gebracht. Mit «Botero – Geboren in Medellin» hat Schamoni, diskret und lebendig, eine weiteres Filmporträt des nahezu gleichaltrigen Botero realisiert.
Er kennt den Künstler, der als grosser Naiver gilt, seit über 40 Jahren persönlich. Schamoni versucht in diesem wunderschönen Porträt gekonnt auch dem Schaffen Boteros gerecht zu werden. Er zeigt nicht nur den Schöpfer üppig-fröhlicher Szenerien, sondern auch den politischen Künstler, der unter anderem schärfstens die prekären Verhältnisse in seinem Land oder unmenschliche Kriegsverbrechen thematisiert.

Zusatzinformation: In der Galerie Gmurzynska am Zürcher Paradeplatz werden bis Ende Dezember mehr als 40 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen aus der neuen Serie «The Circus» gezeigt.

Benny Furth

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