Szene
Gewinnt 20 000 Franken: Die Urnerin Michèle Brand im Film Drii Winter (Regie: Michael Koch, Basel, Spielfilm, 2022)

Innerschweizer Filmpreis 2023

Unter den Preisträger:innen findet sich auch eine TV-Produktion

Die Gewinner:innen des Innerschweizer Filmpreises 2023 im namhaft dotierten Wettbewerb der Albert Koechlin Stiftung stehen fest. Die Fachjury wählte aus 34 Eingaben 12 Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme für die Preisauszeichnung. Vergeben wurden zudem drei Spezialpreise. Die Filme sind am 4. und 5. März 2023 in den Kinos Bourbaki und Stattkino Luzern zu sehen.

Breites Spektrum

Die Fachjury beschäftigte sich mit einer grossen thematischen und formalen Vielfalt von Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen. Sie eröffneten vielfältige Sichtweisen und Emotionen, Einblicke in ungewohnte Rollenbilder, andere Lebensweisen, familiäre Verstrickungen, Brauchtum und Tradition, Kinderwelten und fremde Kulturen – und sorgten für angeregte Diskussionen. Die Jury visionierte alle Filme, bestimmte die auszuzeichnenden Produktionen und legte die Höhe der Preissumme innerhalb der geltenden Preisgeld-Bestimmungen fest.

Gemäss Martino Froelicher, beratendem Mitglied der Fachjury, kam die Fachjury zu eindeutigen Ergebnissen, in Einklang mit der Zielsetzung des Wettbewerbs. Die Wahl ergab einen Mix aus elf Preisen für erfahrene oder am Anfang ihrer Karriere stehende Filmschaffende (Regie) sowie einem Preis für die
leistungsstärkste Filmproduktionsfirma. Bezüglich Genres umfasst die Wahl zwei Animationsfilme, neun Dokumentarfilme und einen Spielfilm. Insgesamt sind vier Filme – also ein Drittel der Auszeichnungen – als Abschlussarbeiten von Diplomierenden der Hochschule Luzern – Design & Kunst entstanden.

Drei Spezialpreise

Spezialpreise gehen jeweils an Personen, die in Funktionen wie Kamera, Drehbuch, Schnitt, Darstellung in tragender Rolle oder Musik an Filmen mitwirkten. Die Mitwirkung kann sich auch auf Filmarbeiten an auswärtigen, ansonsten nicht zulassungsberechtigten Filmproduktionen beziehen. Die Jury zeichnete drei solche Sonderleistungen aus: in den Bereichen Schauspiel, Musik und Sounddesign.
h2. Übersicht: Preise für Regie und Filmproduktion

DIDA
Regie: Corina Schwingruber Ilić & Nikola Ilić, Luzern, Dokumentarfilm, 2021
IDODO
Regie: Ursula Ulmi, Luzern, Animationsfilm, 2021
• Il nonno che non c‘è
Co-Regie: Sara Furrer, Luzern, Dokumentarfilm, Abschlussfilm, 2022 (Co-Regie Fabian Lütolf)
• Les nouvelles Èves
Co-Regie: Thaïs Odermatt, Kriens, Dokumentarfilm, 2021 (Co-Regie Anna Thommen, Wendy Pilonel, Camille Budin, Annie Gisler, Jela Hasler)
• Linija Života
Co-Regie: Sara Čolić, Luzern, Dokumentarfilm, Abschlussfilm, 2022 (Co-Regie Aline Bavier)
• Manchmal weiss ich nicht wo die Sonne
Regie: Samantha Aquilino, Luzern, Animationsfilm, Abschlussfilm, 2021
• Markus Imhoof – Rebellischer Poet
Regie: Stefan Jäger, Meggen, Dokumentarfilm, 2021
• Mein Leben und der Notenschnitt
Regie: Luzius Wespe, Luzern, Dokumentarfilm, 2021
• Mitholz
Regie: Theo Stich, Luzern, Dokumentarfilm, 2021
• 99 Moons
Produktion: Zodiac Pictures Ltd., Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 2022 (Regie, Drehbuch: Jan Gassmann, Zürich)
• O falecido
Regie: Philipp Veiga Amaro, Immensee, Dokumentarfilm, Abschlussfilm, 2022
• Tiger und Büffel
Regie: Fabian Biasio, Luzern, Dokumentarfilm, 2021

Übersicht: Spezialpreise

• Schauspiel: Michèle Brand, Altdorf, im Film Drii Winter (Regie: Michael Koch,
Basel, Spielfilm, 2022)
• Musik: Heidi Happy, Luzern, im Film DIDA (Regie: Corina Schwingruber Ilić &
Nikola Ilić, Luzern, Dokumentarfilm, 2021)
• Sounddesign: Oswald Schwander, Escholzmatt, im Film Stand Up My Beauty
(Regie: Heidi Specogna, Berlin, Dokumentarfilm, 2021)

Die Gesamtpreissumme 2023 beträgt 540‘000.- Franken

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