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Theater Basel I Die Leiden des jungen Werther

Goethe mal anders?! Thom Luz treibt dem jungen Werther das Leiden gründlich aus und beschert dem Stück das erste Happy End seiner Geschichte.

Goethe von hinten nach vorne erzählt
In seiner Studierstube hat sich einer erschossen, mit geborgten Pistolen, vor sich ein halb­volles Glas Wein und ein aufgeschlagenes Buch.
Ein namenloser «Herausgeber» macht sich auf die Spurensuche und rekonstruiert anhand von Briefen, was den Verstorbenen wohl umgetrieben haben mag. Auf der Kleinen Bühne nimmt sich der Regisseur und Musiker Thom Luz Goethes Klassiker an, nähert sich dem Thema gleichsam wie ein Archäologe. Aus Nachlässen, Textfragmenten und musiktheatralen Umkreisungen eines Lebens webt er eine vielschichtige Theaterpartitur, die den Kern eines Menschen und seine Konflikte spürbar macht, zu verstehen versucht. Luz will Werthers Geschichte konsequent von hinten nach vorne erzählen, beginnend beim letzten Satz über die Beerdigung, «Kein Geistlicher hat ihn begleitet» und endend mit Werthers erstem Satz aus dem ersten Brief: «Wie froh bin ich, dass ich weg bin.»

Thom Luz
Thom Luz ist Sänger und Gitarrist der Band «My Heart Belongs To Cecilia Winter». Er arbeitete u.a. an der Roten Fabrik Zürich, am Theaterhaus Gessnerallee, Theater Neumarkt, Schauspielhaus Zürich, Theater Chur, Volkstheater Wien, an den Sophiensælen Berlin und bei den Zürcher Festspielen. Zuletzt inszenierte er am Staatstheater Oldenburg den Musiktheaterabend «Zu zweit bin ich eine Katastrophe» und die Tanzperformance «There must be some kind of way out of here» am ­Thea­terhaus Gessnerallee.

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