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Luzerner Theater | My Fair Lady

Spritzig, mit subtilem Augenzwinkern in Szene gesetzt und schlicht grossartig besetzt – das Luzerner Theater zieht alle spartenübergreifenden Register und zündet mit dieser Produktion von MY FAIR LADY ein vergnügliches Feuerwerk.

Kritik
Marie-Luise Dressen gelingt eine hinreissend burschikose Eliza, die sich am Ende auf die Emanzipation besinnt, das Schicksal (und die Liebe) selbstbewusst und hoch erhobenen Hauptes in die Hand, beziehungsweise in ihren Kussmund nimmt. In ihren Songs und den Ensemble-Szenen begeistert sie mit ihrem warmen, ungemein ausdrucksstarken Mezzosopran. Die an «Ich hätt’ getanzt heut Nacht» angehängte Vokalise ist vom Feinsten … Der Professor Higgins von Jörg Dathe zeichnet sich durch eine wunderbar sonor klingende Gesangsstimme aus. Er gestaltet den Schlussmonolog sehr intelligent, ist ein selbstverliebtes, arrogantes und (in empathischen Belangen) uneinsichtiges Ekel von Wissenschaftler. Ausführliche Kritik und Angaben zu Inhalt und Werk auf oper-aktuell
Für art-tv.ch und oper-aktuell: Kaspar Sannemann, 1. November 2012

Aufwendige Dreispartenproduktion
Nachdem die «West Side Story» in den letzten beiden Spielzeiten rund 16’000 Besucherinnen und Besucher ins Luzerner Theater lockte, steht nun mit Frederick Loewes «My Fair Lady» eine neue aufwendige Dreispartenproduktion auf dem Spielplan. Der Autor Alan Jay Lerner und der Komponist Frederick Loewe nutzten Anfang der 50er Jahre George Bernard Shaws 1912 veröffentlichtes brillantes Theaterstück «Pygmalion» als Grundlage für ein Musical und schufen so das bis dahin erfolgreichste Werk der Gattung.

Der schwere Weg
Eliza Doolittle, ein armes und einfaches Blumenmädchen, wird per Zufall zum Gegenstand männlichen Imponiergehabes: Der renommierte Sprachforscher Henry Higgins wettet mit seinem Kollegen Oberst Pickering darauf, die Unbekannte trotz aller Vulgarität nach nur sechs Monaten Unterricht beim nächsten Diplomatenball erfolgreich als Herzogin ausgeben zu können. Doch der Weg dahin ist schwerer als gedacht – für alle Beteiligten …

Schöpfer und Geschöpf
Der Autor Alan Jay Lerner blieb dem roten Faden der Vorlage von George Bernard Shaw – die wechselseitige Abhängigkeit von Schöpfer und Geschöpf – konsequent treu, bereicherte die Handlung aber mit ebenso zahlreichen wie bunten Nebenhandlungen, die auch den Einsatz von Chor und Tanz ermöglichen. Daneben sorgte er für brillante Dialoge und geistreiche Liedtexte, die der Komponist Frederick Loewe kongenial mit schmissiger, oft von Tanzrhythmen oder charakteristischen Gesten geprägter Musik vertonte.

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