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Theater Basel | Biografie. Ein Spiel

Welche Fehler haben Sie in Ihrem Leben gemacht, die Sie am liebsten rückgängig machen würden? Amélie NIemeyer zeigt in ihrer Inszenierung, wie Max Frisch mit dieser Frage umgegangen ist. art-tv.ch hat Leute auf der Strasse dazu befragt.

«Sie verhalten sich nicht zur Gegenwart, sondern zu einer Erinnerung. Das ist es. Sie meinen die Zukunft schon zu kennen durch Ihre Erinnerung. Darum wird es jedesmal ­dieselbe Geschichte.»

Schicksalsfrage
Was ist denn nun eigentlich das Leben? Ein geregelter Verlauf, der bestimmten Gesetzmässigkeiten folgt? Eine Aneinanderreihung beliebiger Zufälle? Ein Schicksal, das wir immer wieder selbst beeinflussen können? Der todkranke Verhaltensforscher Hannes Kürmann erhält eine einmalige Chance: seine Biografie in einer Art Spiel noch einmal neu zu beginnen. Damit er auf dieser Reise zurück in die eigene Geschichte eine Sicherheit hat, wird ihm ein Spielleiter an die Seite gestellt. Was hätte man an entscheidenden Stellen des eigenen Lebens anders gemacht: im Wissen um die bereits gelebte Zukunft. Kürmann wünscht sich vor allem eine «Biografie ohne Antoinette», d.h. ohne seine Frau, deren Ehe nach sieben Jahren zerrüttet ist. Doch was auch immer er im «Spiel» anders zu gestalten versucht, stets landet er in einer ersten gemeinsamen Nacht mit Antoinette. Gibt es denn gar keine Möglichkeit, sein Leben rückblickend zu optimieren? Bleibt man immer wieder in gewählten Verhaltensmustern hängen?

Max Frisch
Max Frisch schrieb «Biografie. Ein Spiel» als Komödie. Es lag ihm völlig fern, ein Stück über die Unausweichlichkeit unseres Lebens zu verfassen. Und so ist es schliesslich auch Antoinette selbst, die hier endlich eine ganz andere Entscheidung trifft.

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